Schnurren, kuscheln und miauen Bilder von der Rassekatzen-Ausstellung in Bindlach

Bei der Ausstellung der Rassekatzen in Bindlach trafen sich die edelsten Tiere mit ihren Besitzern zu einem internationalen Wettbewerb.

Bindlach - Sie schlafen in weichen Kissen und Hängematten. Eingerollt oder alle Viere von sich streckend. Nach Stress sieht das nicht aus für die Samtpfoten.

Dabei wurden am Wochenende unter der Federführung der Katzenfreunde-Bayern (KfB) 180 edle Rassen, von der Babyklasse bis zum Supreme-Champion, ausgestellt und von einem internationalen Richtergremium bewertet. Mit „Baby“ wird in Züchterkreisen ein Kitten im Alter von vier bis sieben Monaten bezeichnet. Ein „Teenager“ ist zwischen sieben und zehn Monate alt. In diesen beiden Klassen würden die Junior Winner ermittelt, sagt Sabine Mösch, Moderatorin, Showmanagerin  und ausgebildete Jury-Richterin. Danach können die Samtpfoten in offenen Klassen zu Champions werden.  Die Über-Siebenjährigen zählen  bereits zu den Veteranen unter den Rassekatzen.

Die besten Katzen jeder Rasse-Kategorie, von Langhaar, über Semi-Langhaar und Kurzhaar bis zu orientalischen Rassen, wurden an beiden Tagen gekürt. Darum wetteiferten  Aussteller aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie aus Tschechien, Polen, Dänemark, Holland und Italien. Mit ihren tierischen Schätzen auf dem Arm kommen sie auf die Bühne zur  Begutachtung.  Sie sind alle Mitglieder bei den Katzenfreunden-Bayern, ihre Lieblinge haben einen Stammbaum und Gesundheitszertifikate.

Berthold Ludwig aus Helmbrechts, Vorsitzender und früher selbst Perser-Züchter, bringt die Rassezüchter in der Regel einmal im Jahr zusammen. In den beiden Vorjahren sei dies coronabedingt nicht möglich gewesen.  So manches niedliche Kätzchen mit Siegerschleife darf aus Angst vor Krankheiten nicht gestreichelt werden. Kuschkissen, Katzenspielzeug  und Futter – ohne Kohlehydrate und synthetische Zusätze –  werden bei der Schau ebenso vorgestellt.

Wer eine Rassekatze zu sich holen will, sollte sich ein Bild von der Zucht vor Ort machen und vergleichen, rät ein Züchter. „Das lässt sich auch das Sozialverhalten der Katzen beobachten.“ Eine Liste mit Fragen wie zu Vorfahren und möglichen rassebedingten Krankheiten sollte nicht fehlen.

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