Glasfaser in Bayreuth Telekom fängt mit 9000 Haushalten an

Glasfaserausbau in Bayreuth: In jeder Röhre stecken 22 bunte Kabel. Foto: /Ute Eschenbacher

Rund 80 Prozent der Bayreuther Haushalte sollen bis 2028 Glasfaser für ein schnelleres Internet bekommen. In der Innenstadt gehen die Bauarbeiten los.

FTTH oder Fiber to the Home heißt das Zauberwort. Damit werden Glasfaseranschlüsse bezeichnet, die bis ins Haus reichen. Mit ihnen sollen Geschwindigkeiten bis zu ein Gigabit pro Sekunde bald in der Innenstadt Standard werden.

Die Telekom zünde damit den „Datenturbo“, wie Erwin Rieger, lokaler Leiter Fiber Süd der Telekom, beim Ortstermin an der Ecke Badstraße/Graf-Münster-Straße am Mittwochvormittag sagte. Mit den ersten 9000 Haushalten werde „der digitale Grundstein für Anwohnende und Gewerbetreibende“ gelegt.

Damit der Ausbau schneller vorangeht, wird eine andere Methode angewandt als früher. „Wir graben nicht so tief und breit und wir kommen so in einem Zug in kleinen Abschnitten voran.“ Was ausgehoben werde, könne gleich wieder mit verbaut werden. Somit könnten gut 100 Meter am Tag geschafft werden.

In der Bauphase sei der Anschluss noch kostenfrei, später allerdings kostenpflichtig. „Wer sein Gebäude zukunftssicher machen will, sollte jetzt handeln“, empfahl Rieger. Auch andere Anbieter wie Vodafone, Telefonica und 1&1 könnten das Netz nutzen.

Oberbürgermeister Thomas Ebersberger (CSU) begrüßte die Investition der Telekom. Davon würden Bayreuther Familien, Studenten und Betriebe profitieren. „Ich freue mich, dass Oberkonnersreuth vorgezogen wird.“ Dafür würde die Stadt nun keine Sondermittel benötigen.

Überhaupt sei der Ausbau durch die Telekom mit keinerlei Kosten für die Stadt verbunden, so Regionalmanager Rieger. Das Glasfaser-Kabel ende künftig nicht mehr am grauen Verteilerkasten am Straßenrand.

Die erste Tranche umfasst die Bayreuther Innenstadt und den Stadtteil Birken. Diese soll bis Ende 2022 abgeschlossen sein. Das bedeute, zehn Kilometer Glasfaser zu verlegen und 32 Verteiler zu bauen. Weitergehen soll es dann mit Birken Süd, der Glocke und der Gartenstadt.

Mit dem schnellen Internet werde das Arbeiten im Homeoffice und die Nutzung von Smart Home, IP-TV, Streaming Diensten, Online-Gaming erleichtert. Bis 2028 will die Telekom 80 Prozent der Bayreuther Haushalte mit Glasfaser versorgt haben.

Aktuell liegt die Geschwindigkeit Rieger zufolge bei 250 Mbit/s. Wo nicht die Telekom in Vorleistung geht, nutzt die Stadt Förderprogramme. So ergebe sich ein „gutes Gesamtpaket“, wie Fredy Schmidt von der Wirtschaftsförderung der Stadt Bayreuth erklärte. Mit Vectoring wird wiederum die Datenrate auf DSL-Kupferleitungen erhöht.

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