Schneller Seiferth-Ersatz Medi holt Justin Raffington aus Hamburg

Justin Raffington (rechts) kommt mit der Empfehlung, über eine gute Athletik und einen starken Willen zu verfügen, nach Bayreuth. In dieser Szene bekommt der Hanauer Alexander Angerer die Qualitäten des Ex-Hamburgers zu spüren. Foto: Imago Images

BASKETBALL. Es hat gerade einmal drei Tage gedauert: Bundesligist Medi Bayreuth ist auf der Suche nach einem Ersatz für Center Andreas Seiferth fündig geworden. Am Dienstag vermeldete der Verein den mehrmonatigen Ausfall des 30-Jährigen aufgrund einer Schulterverletzung, am Freitag präsentierten die Medi-Verantwortlichen schon einen Ersatz: Justin Raffington kommt vom Bundesliga-Aufsteiger Hamburg Towers und erhält einen Vertrag für vier Monate.

 

Der gebürtige Hamburger ist 28 Jahre alt, 205 Zentimeter groß, aktuell 107 Kilogramm schwer und der Bruder eines ehemaligen Bayreuther Spielers. Justins älterer Bruder Jermain, mittlerweile 34 Jahre alt, stand in den Spielzeiten 2008/09 und 2009/10 im Aufgebot des BBC Bayreuth. Im Mai 2010 holte Jermain mit dem BBC den DBB-Pokal und schaffte damals bereits das, was seinem Bruder in der abgelaufenen Serie mit den Towers gelungen ist: die Meisterschaft in der ProA. Damit habe Justin Raffington gezeigt, dass er eine Rolle in einem „Winning Program“ ausfüllen könne, wird Matt Haufer, der Sportliche Leiter von Medi Bayreuth, in einer Vereinsmitteilung zitiert.

Durch die Verletzung von Andreas Seiferth sei seine Mannschaft in eine extrem schwierige Situation geraten, die nur mit einer Nachverpflichtung habe gelöst werden können, sagt Trainer Raoul Korner und erklärt, weshalb die Wahl auf Raffington gefallen ist: „Er verfügt über die notwendige Athletik und den absoluten Willen, sich auf diesem Level durchzusetzen.” Für den Center biete sich in Bayreuth nun die Chance, sich in der BBL einen Namen zu machen, „weshalb er für eine Vier-Monate-Lösung zu motivieren war“, ergänzt Korner. Justin Raffington stand bei den Towers in 40 Spielen durchschnittlich 17:40 Minuten auf dem Feld.

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Raffington mit tragender Rolle in Hamburg

Er war zwar meist Center Nummer zwei hinter dem 32-jährigen Jannik Freese, spielte aber eine durchaus tragende Rolle im Team der Hamburger, was durchschnittlich 7,3 Punkte und 5,2 Rebounds belegen. „Jetzt erhält er zu einem relativ fortgeschrittenen Karrierezeitpunkt die Gelegenheit, sich eine Etage höher zu beweisen und wird sicher alles in diese Chance investieren“, sagt Matt Haufer über den Neuzugang, der 2009 zum Aufgebot der deutschen U19-Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft in Frankreich zählte.

Raffingtons Weg führte anschließend in die Vereinigten Staaten, wo er bis 2012 an der University of San Francisco studierte und Basketball spielte. Nach zwei Jahren wechselte er an die Florida Atlantic University, ehe er 2015 nach Deutschland zu den Gladiators Trier zurückkehrte. Nach nur einem Jahr an der Mosel wechselte er zu den Hamburg Towers. Hier spielte er die letzten drei Jahre seiner Karriere und erlebte dabei die bislang schönsten und auch schlimmsten Momente seiner Laufbahn. Nachdem er sich im Dezember 2017 einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, war er zwei Jahre später fester Bestandteil der Aufstiegsmannschaft.

 

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