Schnabelwaid feiert Soldatenkameradschaft und Feuerwehr werden 150

Klaus Trenz

Die Soldatenkameradschaft und die Ortsfeuerwehr feiern am Freitag und am Samstag gemeinsam ihre jeweilige Gründung vor nunmehr schon 150 Jahren.

Am Freitagnachmittag fielen wortwörtlich Startschüsse für das große Schnabelwaider Festwochenende. Böllerschützen aus Troschenreuth, Volsbach und Funkendorf kündigten den Festzug durch die Marktgemeinde an, an dem 22 Gruppen teilnahmen – die Schule, der Kindergarten und Vereine aus Schnabelwaid sowie Feuerwehren und Soldatenkameraden aus der Region und zur musikalischen Umrahmung die Michelfelder Blaskapelle. Voraus ging eine feierliche Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal.

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Der Vorsitzende der Soldatenkameradschaft Schnabelwaid, Rüdiger Goller, der Vorsitzende der Feuerwehr Schnabelwaid, Max Wagner, sowie der Bürgermeister der Marktgemeinde, Hans-Walter Hofmann, gingen dem großen Jubiläumszug voraus. Das Ziel aller Teilnehmer war der Pausenhof der Grundschule, wo es bei sonnigem Frühlingswetter kein Zelt brauchte, aber genügend Platz vorhanden war, um die Teilnehmer des Festzugs und die Festgäste aufzunehmen. Noch einmal schossen die Böllerschützen aus Troschenreuth und Volsbach zum Salut.

Bürgermeister schwärmt von 300 Jahren gelebtem Ehrenamt

Die Ehrengäste hielten sich in ihren Grußreden kurz. Bürgermeister Hofmann hob mehrmals „das schöne Bild“ hervor, das sich ihm mit dem Blick auf den Festplatz bot. Zusammen würden das Doppel-Jubiläum von Soldatenkameradschaft und Feuerwehr „300 Jahre gelebtes Ehrenamt“ bedeuten.

Die oberfränkische Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz würdigte das Engagement beider Vereine. Soldatenkameradschaft und Feuerwehr seien aus „dem Gemeinsinn der Bürger heraus“ entstanden. Die Soldatenkameradschaft stehe in der „Tradition des Dienstes und der Solidarität“. Sie stünde Soldaten zur Seite und pflege das Gedenken an die Opfer des Krieges.

Regierungspräsidentin überreicht zur Anerkennung eine goldene Plakette

Die Soldatenkameradschaft Schnabelwaid gestalte im Ort unter anderem die Volkstrauertage und engagiere sich für die Kriegsgräberfürsorge, betonte die Regierungspräsidentin von Oberfranken. Für das jahrzehntelange Engagement bei der Haus- und Straßensammlung für die Kriegsgräberfürsorge überreichte Piwernetz dem Vereinsvorsitzenden Rüdiger Goller die Goldene Anerkennungsplakette. Diese nahm Goller in Vertretung seiner Mitglieder entgegen. Er betonte: „Ohne die Mitglieder geht das nicht.“

Landrat Florian Wiedemann wies auf die veränderten Bedingungen für die Feuerwehren hin, die sich im Laufe der Jahrzehnte immer wieder neuen Herausforderungen gestellt haben. Auch vor der Feuerwehr Schnabelwaid hätten die Entwicklungen „nicht Halt gemacht“, sei es im Brandschutz oder in der technischen Hilfeleistung.

23 Einsätze zählte Piwernetz für die Feuerwehr Schnabelwaid im vergangenen Jahr auf. Die Aktiven stünden in Sachen Bevölkerungsschutz „immer an vorderster Front“. Piwernetz bezeichnete die Feuerwehren als „bedeutendste Ressource auf kommunaler Ebene im Katastrophenschutz“. Beide Verbände – Soldatenkameradschaft und Feuerwehr – stünden für Beständigkeit, betonte Landrat Wiedemann.

Ein weiteres Grußworte sprach bei der großen Jubiläumsveranstaltung der Präsident des Bayerischen Soldatenbundes, Oberst a.D. Richard Drexel.