Mistelbach Gemeinderat setzt auf Photovoltaik

Auf fünf Dächern von gemeindlichen Gebäuden sollen schon bald Photovoltaikanlagen Foto: Simon Kraus

Der Mistelbacher Gemeinderat hat grünes Licht gegeben für den Bau von Photovoltaikanlagen. Auf fünf Dächern sollen schon bald Module installiert werden, die sauberen Strom liefern. Die Investitionskosten belaufen sich nach einer ersten Kostenschätzung auf rund 100.000 Euro.

Mistelbach - Mistelbach wird zur Vorzeigegemeinde: Zumindest was die Erzeugung von grünem Strom betrifft. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stellte Marco Schwerdtner, Mitarbeiter des von der Verwaltung beauftragten Planungsbüros Käppel, seine Untersuchungen bezüglich der Tauglichkeit gemeindeeigener Gebäude für die Installation von Photovoltaikanlage vor. Acht Dächer wurden in Augenschein genommen, fünf haben sich als geeignet erwiesen.

Noch ist es nur eine Voruntersuchung, aber die Kosten lassen sich bereits relativ genau beziffern. Auf rund 100.000 Euro addieren sich die Nettokosten für die fünf Photovoltaikanlagen: Die Anlage auf dem Kanzleigebäude kostet rund 15.300 Euro, auf dem Hortgebäude 23.800 Euro, auf dem Schulgebäude 25.500, auf dem Kindergarten 28.200 und auf dem Pumpwerk 9200 Euro.

Die Statik, nach der sich CSU-Gemeinderat Alexander Bär im Falle des Hortgebäudes erkundigte, spielt auf keinem der Gebäude eine Rolle, wie Bürgermeister Matthias Mann betonte, der sich auf eine Aussage des Architekten, dass keine Bedenken bestehen, bezog.

Noch gelöst werden muss hingegen das Problem einer Verschattung eines Teils der Photovoltaikanlage auf dem Hortdach durch einen daneben stehenden Eichenbaum. Lösen will man das Problem durch eine leichte Versetzung der Anlage.

Den ästhetischen Bedenken von SPD-Gemeinderat Udo Härtel, der eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hortes als „nicht schön“ bezeichnete, konterte Martin Schütze (Pro Mistelbach) mit einem Plädoyer für eine saubere und natur- und umweltverträgliche Stromerzeugung. In naher Zukunft müsse man aus der Nutzung fossiler Energien aussteigen, so dass nur noch Photovoltaik und Windkraftanlagen zur Stromerzeugung blieben. Es sei daher zu begrüßen, dass die Gemeinde einen Antrag von Pro Mistelbach aufgegriffen habe und auf Photovoltaikanlagen setze. Die Gemeinde müsse Vorreiter sein, betonte Schütze, dem CSU-Gemeinderat Uwe Herath beipflichtete: „Die Gemeinde muss mit gutem Beispiel vorangehen.“

Keine Chance gibt es für eine Photovoltaikanlage auf dem Bauhofgebäude, auf das Alexander Bär hinwies, weil es von der Dachausrichtung her besonders geeignet sei. Das Dach werde durch umstehende Bäume komplett verschattet, habe, so Schwerdtner, die Untersuchung ergeben.

Die Gemeinderäte stimmten, den Bau von Photovoltaikanlagen weiterzuverfolgen. Die Anlage auf dem Hortdach soll bezüglich einer teilweisen Verschattung noch mal überdacht werden.

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