Denn ohne die Stadt und ohne den politischen Willen des Stadtrates, geht es nicht. „Für uns als kleinen Verein ist das Volumen des Projektes einfach zu groß“, sagt Gottstein. Und: Ohne die Stadt bricht ein Pfeiler der Finanzierung weg. Denn nur sie könne Städtebauförderung beantragen.
Was die Kritiker sagen: Gottstein weiß wohl, dass nicht alle die Wiederbelebung des Reichshofes so positiv sehen, wie er das tut. Stadträte der Bayreuther Gemeinschaft und der Grünen sagen: Es doch nicht sein, dass die Stadt dafür sorgt, dass eine private Immobilie saniert wird. Das hält Gottsein für einen Trugschluss. Pacht und Mietverträge lassen sich so gestalten, dass Bayreuth auf Jahrzehnte hinaus profitiert. Und man muss nur mal vergleichen: Ein Zelt auf dem Geißmarkt, das als Ausweichspielstätte für die Stadthalle im Gespräch war, würde während der Umbauphase der Stadthalle mindestens ebenso viel kosten wie die Wiederbelebung des Reichshofs. Der Unterschied: Das Zelt verschwindet, das Geld ist verloren. Der Reichshof bleibt.