Samstag Kulturflohmarkt Stöbern und staunen

Das Motto ist schon mal verlockend: Alt ist das neue Schwarz. Wer Lust hat, kann sich am Samstag sogar ein Stück Kulturgeschichte kaufen – beim ersten Kulturflohmarkt des Vereins Neuneinhalb am neuen Domizil am Gerberplatz.

Von der Stehlampe bis zum stylischen 70er-Jahre-Sexualkunde-Atlas gibt es alles beim Kulturflohmarkt des Kulturvereins Neuneinhalb, wie Ursula Kaiser, Petra Breßgott und der Vorsitzende Matthias Mayer (von links) schon mal vorbereitet haben. Foto: Eric Waha/Eric Waha

Bayreuth - Neues Domizil, neuer Anlauf: Der Kulturverein Neuneinhalb hat – nach einem Jahr coronabedingter Pause – wieder einen Kulturflohmarkt auf die Beine gestellt: Am Samstag wird von 10 bis 18 Uhr an aktuell zehn Ständen wieder „zum Stöbern und zum Staunen“ eingeladen, wie Petra Breßgott sagt, die zu dem kleinen Team gehört, das den Flohmarkt organisiert. Es ist am neuen Standort am Gerberplatz die Neuauflage einer Einrichtung, die 2018 begonnen – und viel Zuspruch bekommen – hatte.

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Erste Exponate sind schon da

Die ersten Exponate sind schon da. Matthias Mayer, der Vorsitzende des Vereins Neuneinhalb, Petra Breßgott und Ursula Kaiser müssen eifrig laufen, um den quietschgrünen Tisch mit den Kuriositäten zu decken. Und die Stehlampe fürs Foto daneben zu postieren, die auch zum Verkauf stehen wird. „Kunst, Kultur und Krempel“, sagt Matthias Mayer, wird es an den Ständen geben. Und sicher wieder viele Überraschungen, denn: „Wir haben schon einige Menschen glücklich gemacht. Mit der riesigen Bandbreite, die wir sicher wieder haben werden“, sagt Ursula Kaiser. Denn der Wert der Gegenstände, die auf dem Flohmarkt angeboten werden, ermesse sich ja nicht zu allererst am materiellen Wert, „sondern an dem Wert, den der Gegenstand für den jeweiligen Entdecker hat“. Wie zum Beispiel die Waage aus den 50er Jahren, an die sich Kaiser erinnert, die eine Käuferin so begeistert hat, „weil ihre Oma auch so eine hatte“.

Ein Stück jüngerer Kulturgeschichte

Zudem, sagt Mayer, hätten die Besucher des Kulturflohmarkts „die Chance, ein Stück Bayreuther Kulturgeschichte zu erstehen“. Denn der Verein wird sich von einigen der Stühle trennen, die in der Kämmereigasse 9 1/2 bei den Veranstaltungen die Sitzgelegenheit waren.

Inzidenzen kommen Veranstaltung entgegen

„Nach jetzigem Stand“, sagt Mayer, sei er optimistisch, dass die Veranstaltung aufgrund der noch vergleichsweise niedrigen Inzidenzwerte in Bayreuth „noch nicht unter die Drei-G-Linie“ fallen werde. Lediglich im Innenraum sei das Tragen der Maske obligatorisch, wer komme, müsse sich in die Liste eintragen oder per App registrieren. Geplant werde an dem Flohmarkt schon seit Monaten, wie er letztlich stattfinde, entscheide sich innerhalb weniger Stunden vor dem Start: „Planung mit mehr als einem Tag Vorlauf ist ja heutzutage schon Luxus“, sagt Mayer.

Stöbern innen und außen

Der Flohmarkt werde sich innen und außen abspielen, so sei auch gewährleistet, dass unabhängig vom Wetter gestöbert werden könne. „Die Besucher sollen rund um das Kulturhaus laufen können – praktisch ein Rundlauf über die Bühne.“ Das Ordnungsamt habe unbürokratisch geholfen und nach einem kurzfristigen Ortstermin auch für den Teil des Gerberplatzes am Bühnenausgang grünes Licht gegeben, dort Stände aufstellen zu können. „Wir haben sogar noch wenige Stände frei. Wer mag, kann sich kurzfristig über info@neuneinhalb.org bei uns melden“, sagt Mayer.

Netter Flohmarkt-Festcharakter

Das Ziel sei – wenn auch mit dem vorgeschriebenen Abstand – „einen kleinen, netten Straßenflohmarkt-Festcharakter“, wie Mayer sagt, rund um das neue Domizil des Vereins zu schaffen, der die ersten Veranstaltungen dort bereits stemmen konnte. Der Erlös aus der Standgebühr und der verkauften Getränke fließe direkt in die Kulturarbeit des Vereins.