Saisonfinale Haspo-Teams gegen die Schlusslichter

Schwer hatte es Haspo-Trainer Michael Werner (Mitte) in den letzten Wochen, seinem von außergewöhnlichem Verletzungspech geplagten Team eine optimistische Einstellung zu vermitteln. Gegen den Tabellenletzten soll es aber noch einmal mit einem Sieg klappen. Foto: Peter Kolb

HANDBALL. Zu einer ungewohnt frühen Anwurfzeit um bereits 16 Uhr bestreitet Herren-Bayernligist Haspo Bayreuth (6.) sein letztes Saisonspiel im Schulzentrum Ost gegen die bereits seit längerer Zeit als Tabellenletzter feststehende HSG Würm-Mitte. Obwohl die Bayreuther erneut auf bis zu neun Stammspieler verzichten müssen, darf man ihnen dennoch einen versöhnlichen Saisonabschluss nach einer überaus schwierigen Rückrunde zutrauen.

„Zwar hat sich unsere personelle Situation in keiner Weise gebessert“, erklärt Haspo-Trainer Marc Brückner, meint aber eben auch: „Aber wir haben den Anspruch, uns mit einem positiven Ergebnis von unseren sehr treuen Zuschauern in die Sommerpause zu verabschieden.“ Tatsächlich sind die Chancen auf einen Heimsieg trotz der letzten doch sehr deutlichen Niederlagen gegen Günzburg (17:30), Eichenau (23:30) und zuletzt bei Meister Bad Neustadt (15:29) keinesfalls utopisch.

Immerhin stellt sich mit der HSG Würm-Mitte die Mannschaft im Schulzentrum Ost vor, die relativ schnell feststellen musste, dass der Sprung aus der Landesliga in die Bayernliga doch recht groß ausfallen kann. Unabhängig vom Spielausgang werden die erst sieben Zähler aufweisenden Oberbayern auf jeden Fall als Tabellenletzter in die Landesliga Süd zurückkehren. Sie bekamen während der Saison nicht nur im Hinspiel beim Bayreuther 32:22-Auswärtssieg die Grenzen aufgezeigt. Zuletzt hagelte es sogar gegen die direkten Konkurrenten Rothenburg (18:25), Lohr (18:37) und Landshut (25:34) empfindlich deutliche Niederlagen. Dass der Haspo-Gast an einem sehr guten Tag aber auch Favoriten durchaus in Schwierigkeiten bringen kann, bewies die HSG mit dem 27:26-Heimsieg gegen den TSV Friedberg (5.).

Trainer Michael Werner warnt

Daher warnt auch Haspo-Trainer Michael Werner: „In unserer momentanen Verfassung sind wir wirklich nie und gegen keine Bayernliga-Mannschaft in der Favoritenrolle. Dennoch haben wir uns einiges für das letzte Saisonspiel vorgenommen.“ Gegen den schwächsten Angriff und die anfälligste Abwehr der Liga (fast 30 Gegentore pro Spiel) wollen die Bayreuther vor allem schnell umschalten und dadurch viele einfache Tore erzielen.

„Wir hatten zuletzt große Probleme im Positionsangriff und daher wollen wir diesen bestenfalls oft umgehen“, weiß auch Werner. Dafür sollte die Haspo-Abwehr aber HSG-Spielmacher Moritz Rädler (96 Tore) und Florian Brunner (77) im linken Rückraum unter Kontrolle bringen. Dann sollte einem positiven Saisonabschluss nichts mehr im Wege stehen.

Auch die Damen haben versöhnliches Finale im Sinn

Nach dem 18:37-Debakel beim bereits feststehenden Vizemeister HG Zirndorf will die Damenmannschaft von Haspo Bayreuth am Samstag um 18 Uhr im Schulzentrum Ost die eher durchwachsene Saison wenigstens mit einem versöhnlichen Heimsieg abschließen. Der Gegner erscheint dafür passend, denn es ist das immer noch punktlose Schlusslicht HG Ingolstadt.

„Gerade mit der Rückrunde dieser Bayernligasaison können wir schlichtweg nicht zufrieden sein“, weiß auch Haspo-Trainer Matthias Starz und ergänzt: „Umso wichtiger ist es, diese Saison mit einem Erfolgserlebnis abzuschließen, noch einmal als echte Mannschaft aufzutreten und Teamgeist zu beweisen.“

Trotz der zuletzt bedenklichen Negativserie geht Haspo als haushoher Favorit in die Partie. Dennoch mahnt Starz eindringlich: „Wir müssen uns gegenüber dem Spiel in Zirndorf auf jeden Fall steigern. Ansonsten wird es auch gegen Ingolstadt schwer.“ Bei den Gästen stechen vor allem Maria Häußler (154 Tore) und Pia Dietz (68) aus dem Kollektiv hervor. Mit 33,5 Gegentoren im Durchschnitt war es jedoch vor allem die schwache Defensivleistung, die letztendlich den Abstieg der Ingolstädterinnen in die Landesliga besiegelte.

 

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