Wasserstoff-Infrastruktur CSU fordert klare Rahmenbedingungen

Jürgen Umlauft
Martin Huber, CSU-Generalsekretär Foto: picture alliance/dpa/Peter Kneffel

Politik im Gespräch mit Vertretern von Industrie, Energieunternehmen und Netzbetreibern

Nach einem runden Tisch mit Vertretern von Industrie, Energieunternehmen und Netzbetreibern forderte die CSU im Landtag von EU und Bund klare rechtliche Vorgaben zum Ausbau von Wasserstoff-Pipelines und regionaler Verteilnetze. „Grüner Wasserstoff ist die Lebensader der Zukunft für Wirtschaft und Mittelstand, Bayern muss deshalb bis 2030 von Norden und Süden an Wasserstoff-Pipelines angeschlossen sein“, erklärte CSU-Generalsekretär Martin Huber. Man brauche verlässliche Rahmenbedingungen für die dazu erforderlichen Investitionen. Ergänzend brauche es internationale Abkommen zur Wasserstoffproduktion und -lieferung. So könnte zum Beispiel in Rumänien mit Windkraft erzeugter Wasserstoff per Schiff über die Donau nach Regensburg gebracht werden.

Nach Einschätzung des CSU-Abgeordneten Eric Beißwenger gibt es auch in Bayern Potenziale zur Herstellung von grünem Wasserstoff. Dieser sei ein wichtiges Speichermedium zur Nutzung überschüssig produzierten Wind- und Sonnenstroms. Bisher müssten bei einem Überangebot aus erneuerbaren Quellen die Anlagen teuer abgeregelt werden. Es brauche in Bayern mehr Anlagen zur Elektrolyse und für Wasserstoff taugliche Verteilnetze, um die Energie in die Regionen zu bringen, sagte Beißwenger. Für den Bau neuer Leitungen und die entsprechende Ertüchtigung bestehender Gasleitungen sah die Abgeordnete Kerstin Schreyer wegen der sich abzeichnenden Energieknappheit eine wachsende Akzeptanz in der Bevölkerung. Wenn klar sei, dass ein warmes Wohnzimmer oder der Bestand des Arbeitsplatzes von den Leitungen abhänge, könne dies zu einer größeren Aufgeschlossenheit gegenüber dem Leitungsbau führen.

 

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