Der Grünen-Verteidigungshaushälter Sebastian Schäfer kritisiert, bis dato habe die Bundesregierung keine eigenen Erkenntnisse darüber, wem ein Unternehmen gehört, das jetzt mit einem Milliardenvertrag für Drohnen bedacht werden soll.
Hersteller weist Kritik der Grünen zurück
Stark Defence erklärt auf Anfrage, Thiel habe "keinerlei Einfluss auf das operative Geschäft". Der Investor habe auch keine Sperrminorität. Zudem sei im Fall ausländischer Investitionen in deutsche Rüstungsunternehmen bei Überschreiten von zehn Prozent eine verpflichtende Vorab-Prüfung durch das Wirtschaftsministerium nötig. Gleiches gelte, sollten unterhalb dieser Schwelle Sonderrechte etwa bei der Besetzung von Gremien oder sonstige untypische Einflussmöglichkeiten bestehen. "Nichts davon ist hier der Fall", sagte eine Sprecherin.
Pistorius ging am Rande der Sitzungen auf die Debatte ein. Wenn es Bedenken gebe "hinsichtlich der Qualität der Beteiligung von Thiel an dem Unternehmen, dann müssen wir dem nachgehen", sagte er. "Das hat sich aber herausgestellt, dass das nicht der Fall ist." Es gehe bei Thiel um eine Beteiligung in einstelliger Prozenthöhe ohne Zugriff oder Einsicht in operative Sachverhalte.