„Opfer des Menschen“ haben die Graffiti-Künstler Dusty, Ties, Chil, Honig und Ron vor ziemlich genau 20 Jahren ihr Werk genannt und auf die Zerstörung der Natur aufmerksam gemacht.

Da das Rüskamp-Gebäude abgerissen wird, weil es Platz machen soll für ein urbanes Stadtquartier am Röhrensee, in dem Wohnen und Gewerbe miteinander verwoben werden sollen, verschwinden auch die Graffiti mit den Wänden.

Bereits in den vergangenen Wochen war die Wandverkleidung mit weiterer Dosen-Kunst abgenommen und entsorgt worden.

Norbert Hübsch, Geschäftsführer des Historischen Vereins für Oberfranken und mit einem feinen Näschen für Bayreuth-Charakteristika ausgestattet, sagt: Von einer „einstigen Hochburg der deutsche Sprayerkunst“ bleibe über kurz oder lang „hauptsächlich das Main-Bett übrig“. Es sei „sicher gut, dass in dieser wunderschönen Lage nahe des Röhrensees künftig Menschen leben können. Doch war das Gelände der Firma Rüskamp seit Jahren ein Treffpunkt der Bayreuther Kunstszene. Traurig stimmt mich vor allem, dass 130 laufende Meter Graffiti-Kunst verschwinden wird“.