Rotmaincenter Spendenaktion: Damit kranke Kinder wieder lachen

Über 10.000 Euro Erlös erbrachte die Versteigerung in Bayreuth zugunsten der Kinderklinik. Am Ende wird die Summe sogar noch verdoppelt.

 
Schließen

Diesen Artikel teilen

Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern: Das ist der Wunsch und die Motivation von Marcel Wenzlaff. Bei einer Versteigerung im Rotmaincenter sammelte er Spenden für eine neues Spielzimmer in der Kinderklinik. Sein Traum: Das Zimmer soll bunt werden und mit einem Märchenmotiv ausgestaltet werden. „Das soll einer von den Künstlern übernehmen, die das Liebesbier ausgestaltet haben“, sagt er im Gespräch mit der Redaktion.

Über 70 Firmen hat er kontaktiert im Vorfeld und um Spenden und Gutscheine geworben. Auch das Centermanagement konnte er von seiner Idee überzeugen. Schon einmal gelang es ihm, 6000 Euro für die Kinderklinik einzuwerben. Diesmal waren es am Ende sogar über 10 000 Euro. „Das genaue Ergebnis wissen wir noch nicht, weil noch einiges dazu kommt“, sagt Wenzlaff. Denn es werde noch ein Deutschland-Trikot versteigert. Außerdem hätten die Bedienungen im Liebesbier zugesagt, das ganze Trinkgeld eines Tages für die Aktion zu spenden. Und von Jeff Maisel habe er die Zusage erhalten, dieser werde zum Schluss den erreichten Erlös noch einmal verdoppeln.

An zwei Tagen lief die Aktion „Center mit Herz – weil lachen die beste Medizin ist“ am vergangenen Wochenende. Der Kindergarten Löwenzahn trat auf. Für Kinder und Jugendliche wurde eine Tombola angeboten und sie durften an einem Glücksrad drehen, um einen der vielen Preise zu gewinnen. Alles war umsonst, nur eine Spende für die kranken Kinder wurde erbeten.

Für ein buntes, schönes Spielezimmer

Marcel Wenzlaff kennt selbst Menschen, die an Krebs starben. „Auch das Kind einer guten Freundin ist an Krebs gestorben“, schildert er, warum ihm die Spendensammlung eine Herzensangelegenheit ist. Das Spielzimmer der Kinderklinik soll nach seinen Vorstellungen mit neuem Spielzeug und einem Bücherregal ausgestattet werden. Wegen der Keime dürften die Kinder nur ein Buch anfassen, das sie dann behalten würden. Künftig möchte er ihnen eine größere Auswahl an Büchern ermöglichen. Auch die Patienten in der Kinderkrebsklinik in Erlangen sollen von einem Klinikclown Geschenke erhalten. „Ich will das die Kinder trotz ihrer Schmerzen lachen können.“ Auch die Eltern, die mitleiden, sollen ein wenig Erleichterung verspüren.

Die Auktion am Samstagnachmittag stieß auf reges Interesse. Im bunten Anzug und mit lauter, heißerer Stimme warb Wenzlaff um die Aufmerksamkeit der Kundschaft. Bierfässer für 120 und für 140 Euro wurden versteigert oder eine Wellensteinjacke, ebenfalls für 140 Euro. Obendrauf gabes jede Menge Gutscheine. So auch für den Koffer, den sich Alexandra Friedl sicherte. „Ich mache das ja für die Kinder und für die gute Sache“, sagt sie lachend. Ein junger Mann, Mustafa Samsadeen, ergattert ein Trikot der Altstadt mit Spielerunterschriften. „Geil“, sagt der Fußballfan, der auch ein FC Bayern Trikot besitzt.

Am Ende versteigert Auktionator Marcel Hempfling sogar den Sekretär, an dem er steht. Für 360 Euro geht er an Sophia Dumhard. „Ich weiß gar nicht, ob ich dafür überhaupt Platz habe“, sagt sie. Auch sie wollte vor allem etwas Gutes tun.

Wenzlaff dankt allen seiner gut zwanzig Helfer und den Sponsoren für den Einsatz.

Autor

Bilder