Wie das Polizeipräsidium Unterfranken am Sonntagnachmittag berichtete, fuhren die 311 Traktoren zur Anschlussstelle Schweinfurt-West der Autobahn 71. Dort wurden die Traktoren von Polizeimotorrädern und mehreren Streifenwagen aus dem ganzen Regierungsbezirk zur bayerischen Landesgrenze nach Thüringen begleitet. "Teilweise erreichte die Kolonne der Traktoren eine Länge von 14 Kilometern", teilte die Polizei mit. Von den 311 Treckern fuhren an der Landesgrenze dann 159 Landwirte weiter nach Berlin.

Am Montag stehen die nächsten weiteren Traktor-Konvois an: Das Polizeipräsidium Oberfranken warnt vor Verkehrsbehinderungen auf der Bundesstraße 85 und im Stadtgebiet von Bayreuth ebenso wie auf der Bundesstraße 2 und im Stadtgebiet von Hof. Wie Pressesprecher Christian Raithel am Sonntagnachmittag auf Anfrage unserer Zeitung sagte, gibt es keine konkreten Erkenntnisse, wann genau an welcher Stelle Traktoren unterwegs sein werden. Die Polizeistreifen seien aber vorbereitet. Raithel zufolge startet am Montag um 5 Uhr ein Traktor-Konvoi in Pfaffenhofen. Der wiederum bewegt sich in Richtung Neumarkt in der Oberpfalz. Dort werden sich nach den Informationen unserer Zeitung den oberbayerischen Landwirten ihre Kollegen aus der Oberpfalz anschließen. Die weitere Route führt über Sulzbach und Auerbach nach Bayreuth.

Mit sechs Bussen fahren die oberfränkischen Bauern zur Protestkundgebung des Bündnisses "Land schafft Verbindung" in die Hauptstadt, aus dem Raum Wunsiedel/Hof werden zudem vereinzelt Traktoren in Richtung Berlin unterwegs sein. Aus dem Raum Coburg starten am Montag rund 30 Traktoren zur gemeinsamem Fahrt.