Rockerszene in Baden-Württemberg und Bayern Polizei nimmt bei Razzia mehrere Verdächtige fest

Zwei Männer kamen bei einer Razzia der Polizei in Untersuchungshaft. (Symbolbild) Foto: dpa/Oliver Berg

Seit fast einem Jahr ermittelt die Polizei im Rockermilieu am Untermain. Nun schlugen die Ermittler zu. Die Polizei wurde bei Hausdurchsuchungen fündig: Sie fand Drogen, Geld und Waffen – auch eine Handgranate war dabei.

Aschaffenburg - Bei einer Razzia in der Rockerszene am Untermain haben Einsatzkräfte sieben Verdächtige festgenommen. Zwei Männer kamen in Untersuchungshaft, wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstag mitteilten. Der Haftbefehl gegen eine Frau wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.

Bei der Durchsuchung von zwölf Objekten in Bayern und Baden-Württemberg fanden die Ermittler Rauschgift, Drogenersatzstoffe sowie mehrere tausend Euro mutmaßliches Drogengeld. Zudem wurden eine scharfe Handgranate, Schreckschusspistolen, Munition, Schlagringe, andere Hieb- und Stichwaffen und Baseballschläger beschlagnahmt.

Verdacht auf Handel mit Amphetamin und Kokain

Die Polizei ermittelt den Angaben nach seit Mitte des vergangenen Jahres gegen Angehörige der Rockerszene. Dabei geht es um den Verdacht des bewaffneten Handels mit Amphetamin und Kokain. Die sieben Verdächtigen sind zwischen 40 und 70 Jahren alt.

Nach einer vorangegangenen Durchsuchung in Miltenberg entschieden sich die Ermittler zu der länderübergreifenden Razzia am 12. Mai. Dabei wurden unter anderem zwei Rockerclubhäuser durchforstet.

Im November 2020 war ein damals 30-Jähriger aus dem Rockermilieu am Bahnhof in Aschaffenburg von Spezialeinheiten nach einer Geldübergabe geschnappt worden. Er soll mit zwei Komplizen Geld von einem Handwerker erpresst haben. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg hat bereits Anklage gegen die mutmaßliche Schutzgeld-Erpresser erhoben.

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