Folgt Nachwuchsmangel bei Notärzten?
Das sagen die Notärzte: Die Arbeitsgemeinschaft der in Bayern tätigen Notärzte hat im Herbst in einem Brief an die Abgeordneten den Entwurf des Rettungsdienstgesetzes kritisiert. Auch, weil der Notfallsanitäter künftig in bestimmten Situationen eigenständig entscheiden und handeln darf - ohne Notarzt. Dr. Christian Birnmeyer, Obmann für den Notarztdienst in Bayreuth, teilt die Sorgen der AG nur bedingt. "Hauptsache, die Patienten bekommen frühestmöglich Hilfe. Wichtig ist, dass man seine Medikamente kennt. Dafür braucht man nicht immer ein Medizinstudium." Seiner Erfahrung hätte in 80 Prozent der Einsätze, zu denen derzeit ein Notarzt mitalarmiert wird, ein gut ausgebildeter Notfallsanitäter gereicht, weil es keine Schwerstverletzten und Erkrankte gibt. "Anders als in Bayreuth gibt es in vielen Gebieten keinen flächendeckenden Notarztdienst mehr. Der Notfallsanitäter ist die Reaktion der Politik darauf."