Was kann die Kirche tun? Segensfeier, Babymesse und Tauffest
Die evangelische Landeskirche hat im Jahr 2025 das Projekt "Segen für Babys" gestartet – eben aus der Erfahrung, dass die Taufe immer später oder gar nicht mehr durchgeführt wird. Familien mit Neugeborenen würden zu Segensfeiern für die Babys und die gesamte Familie eingeladen. So kämen sie mit der Kirche niedrigschwellig in Kontakt und könnten durch die Gemeinschaft und den Segenszuspruch die Kirche als stärkend empfinden, sagt die Sprecherin. "Die Frage der Taufe stelle sich für manche dann doch noch."
Auch auf Babymessen sei die evangelische Kirche öfter präsent, um sich "auf dem Markt" zu zeigen und auf die Taufe hinzuweisen. Viele Menschen hätten die Themen Kirche und Taufe gar nicht mehr im Blickfeld. Zudem gebe es in vielen Regionen Tauffeste. Da könnten Familien oder insbesondere Alleinerziehende mitfeiern, ohne eine eigene Feier organisieren zu müssen.
Für Konfirmandenkurse wirbt die evangelische Landeskirche ganz klassisch über Plakate, Flyer, Anschreiben oder jugendgemäß über Social Media. Wesentlicher sei aber, dass Jugendliche wahrnehmen könnten, dass Kirche ein Bereich sei, in dem sie mit ihrer Lebenswelt, mit ihren individuellen Anliegen, Fragen und Begabungen wahrgenommen und ernst genommen werden.
Wichtig seien Begegnungen der Generationen auf Augenhöhe und ein hohes Maß an Partizipation, so dass Jugendliche ihre Konfi-Zeit mitgestalten könnten. Dazu gehöre eine gute Verknüpfung mit der Kinder- und Jugendarbeit. Sei dies der Fall, steige die Bereitschaft, die eigene wertvolle Zeit über einen längeren Zeitraum für den Besuch der Konfi-Kurse zu nutzen.