Rekordinvestitionen Halbe Milliarde für Bezirkskliniken

Sie haben einen Masterplan: Ärztlicher Direktor Prof. Thomas Kallert, Gebo-Vorstand Katja Bittner und Bezirkstagspräsident Henry Schramm erläutern in Bayreuth die Investitionsvorhaben bis 2032. Foto: red

BAYREUTH. Für die Zukunft seiner Kliniken will der Bezirk Oberfranken in den nächsten Jahren rund eine halbe Milliarde Euro ausgeben. Das Geld soll in 40 Einzelbaumaßnahmen an mehreren Standorten fließen.

Bezirkstagspräsident Henry Schramm, der das vom Bezirkstag einstimmig gebilligte Rekord-Investitionsprogramm bis zum Jahr 2032 am Mittwoch in Bayreuth der Presse vorstellte, sagte, die Einrichtungen des Bezirks sollten fit für die Zukunft gemacht werden.

Bayreuth, Kutzenberg und Rehau

Als Beispiele nannte er den bereits bewilligten Neubau des Bezirksklinikums Obermain mit einer Investitionssumme von insgesamt rund 140 Millionen Euro, den Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie (31 Millionen Euro Investition) und den fünften Bauabschnitt der Klinik für Forensische Psychiatrie (40 Millionen Euro Investition) in Bayreuth sowie den Neubau der Bettenhäuser eins und zwei an der Bezirksklinik in Rehau (rund 30 Millionen Euro Investition), der 2026 abgeschlossen sein soll. In Kutzenberg soll auch eine Gedenkstätte für die systematische Ermordung Kranker und Behinderter während der Nazizeit errichtet werden.

Je nach Baukostensteigerung sei für alle Maßnahmen mit 400 bis 540 Millionen Euro Kosten zu rechnen, sagte Schramm. Nach Abzug der staatlichen Zuschüsse würden – je nach Baukostensteigerung –- 140 bis 210 Millionen Euro Eigenanteil verbleiben, die der Bezirk und sein Kommunalunternehmen Gebo (Gesundheitseinrichtungen des Bezirks Oberfranken) als Betreiber der Bezirkskrankenhäuser übernehmen müssten.

Schulden und höhere Umlage

„Die schwarze Null“ beim bislang unverschuldeten Bezirk werde auf Dauer nicht zu halten sein, sagte Schramm. „Mittelfristig“ müssten außerdem die Umlagezahler, also kreisfreie Städte und Landkreise, mit einer höheren Belastung rechnen. Allerdings noch nicht im kommenden Haushalt, sagte Schramm auf Kurier-Nachfrage.

Deutliches Signal

Gebo-Vorstand Katja Bittner nannte die einstimmige Billigung des Masterplans im Bezirkstag ein deutliches Signal an die Gebo, die Patienten und die Mitarbeiter. Es gehe um eine qualitativ hochwertige Versorgung Kranker, die in den Räumen Licht, Platz und eine adäquate Unterbringung bräuchten, und es gehe darum, im Wettbewerb um die besten Mitarbeiter zu bestehen.

Prof. Thomas Kallert, Ärztlicher Direktor der Gebo, sagte, er sei im Namen von Patienten und Mitarbeitern „extrem dankbar“ für die Entscheidung des Bezirkstages zugunsten des Investitionsplans. Sie schaffe Planungssicherheit, sorge für die nötige Ruhe und steigere die Attraktivität der Kliniken.

 

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