Zwar sei nur ein relativ geringer Teil der mit dem EV Pegnitz sympathisierenden gewaltbereiten Fanszene aus Selb nach Bayreuth gereist (Schreyer: „Das waren weit weniger als wir befürchtet hatten.“), von einem ruhigen Abend seien die rund 60 Einsatzkräfte der Polizei aber weit entfernt gewesen. Vor allem nach Spielschluss habe man Mühe gehabt, insgesamt rund 60 bis 70 gewaltbereite Fans auseinanderzuhalten. Im Bereich der Albrecht-Dürer-Straße und auch auf dem Weg zum Mediamarkt, wo ein Großteil der Gästefans geparkt hatte, hatten Fans immer wieder versucht, die jeweils gegnerischen Anhänger zu attackieren – trotz der Begleitung durch die Polizei. „Wären wir hier nicht eingeschritten, wäre es wohl zu einer Massenschlägerei gekommen“, sagte Schreyer.

Provokation durch „Scheiß EHC“-Banner

Zusätzlich aufgeheizt worden war die Stimmung durch zwei fünf mal einen Meter große Transparente mit der Aufschrift „Scheiß EHC“, die Anhänger des EVP in der Nacht von Donnerstag auf Freitag beidseitig auf der Fußgängerbrücke zum Rotmaincenter angebracht hatten.

Am 8. Februar steigt das Rückspiel in Pegnitz. „Auch das ist ein Freitagabendspiel, das einzige an diesem Tag. Selb ist spielfrei. Da sind Probleme quasi schon vorprogrammiert“, blickte Andreas Schreyer mit gemischten Gefühlen voraus.