Rauchverbotsinitiator Frankenberger sucht Nähe zu den Grünen

REGENSBURG. Der als Organisator des bayerischen Nichtraucher-Volksentscheids bekannt gewordene Sebastian Frankenberger will im Falle seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden der "Ökologisch-Demokratischen Partei" (ödp) mit den Grünen kooperieren. "Wir brauchen generell mehr Zusammenarbeit zwischen den Parteien. Das ist gut für den ganzen Planeten", sagte Frankenberger in einem Gespräch mit der dapd Nachrichtenagentur.

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Frankenberger, der sich selbst als "Grünen-naher Politiker" bezeichnet, sagte weiter: "Ich habe bisher gut mit den Grünen zusammengearbeitet und das werden wir auf jeden Fall fortsetzen." Eine Fusion mit den Grünen schloss Frankenberger allerdings aus.

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Der 29-jährige Passauer will sich am kommenden Samstag (13. November) auf dem ödp-Parteitag in Regensburg zum Bundesvorsitzenden seiner Partei wählen lassen. Die konservative Öko-Partei hat eigenen Angaben zufolge bundesweit rund 6.500 Mitglieder, fast zwei Drittel von ihnen kommen allerdings aus Bayern. Bei den letzten Landtagswahlen kam die Partei im Freistaat auf 2,0 Prozent. Frankenberger war bisher stellvertretender Landesgeschäftsführer der ödp in Bayern. Dieses Amt hat er im Vorfeld seiner Kandidatur niedergelegt. Frankenberger wird am Samstag zwar voraussichtlich einen Gegenkandidaten haben, gilt in Parteikreisen aber als haushoher Favorit.

Frankenberger will der ödp im Falle seiner Wahl zum Parteichef zu einer inhaltlichen Neuorientierung verhelfen. "Wir müssen uns Gedanken machen über unsere Identität: wo stehen wir und was wollen wir als ödp", sagte Frankenberger. Der aktuelle Höhenflug der Grünen in den Umfragen sei ein Ansporn für die ödp. Im Vergleich zu den etablierten Grünen sei es für die kleine ödp "jetzt besonders interessant: wo positionieren wir uns", sagte Frankenberger.

dapd/Foto: Archiv/pa