Bayern stellt sich auf doppelten Abi-Jahrgang 2011 ein

REGENSBURG. Der Freistaat Bayern will Universitäten und Hochschulen besser ausstatten. Durch Investitionen in Personal und räumliche Erweiterungen soll die zusätzliche Belastung durch den doppelten Abiturjahrgang 2011 aufgefangen werden.

Wie Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) am Montag in Regensburg bei der Präsentation eines Maßnahmenkatalogs ankündigte, sollen bis 2011 so in Bayern 38 000 neue Studienplätze entstehen. Dafür sei geplant, 3000 neue Personalstellen und zusätzliche Räume von 130 000 Quadratmetern im Hochschulsystem zu schaffen. Der Personalausbau koste den Freistaat eine Milliarde Euro, neue Baumaßnahmen 355 Millionen Euro.

2011 macht in Bayern letztmals ein Jahrgang nach neun Jahren Gymnasium (G 9) das Abitur, gleichzeitig erlangen auch die ersten G-8-Schüler die Hochschulreife. Im vergangenen Wintersemester 2009/10 hatten 60 000 junge Menschen in Bayern ein Studium aufgenommen. Der Minister rechnet für 2011 mit 76 000 Studienanfängern, 2012 sollen es immerhin noch 72 000 sein.

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Der Ausbau erfolge in Bayern flächendeckend, bei den Fächern werde ein Schwerpunkt "in den arbeitsmarktrelevanten Bereichen der Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften gesetzt", betonte Heubisch. Er wolle allerdings "nicht verhehlen, dass es trotz bester Planung Unwägbarkeiten bei der Umsetzung gibt". Dafür würden 20 Prozent der geplanten Mittel zurückgehalten, um in den Jahren 2011 und 2012 "entsprechend der tatsächlichen Nachfrage nachsteuern zu können".

dpa