Eigentlich kaum vorstellbar, dass das Spaß macht. Dass man sich freuen kann über Häme, Schimpf und Unzulänglichkeiten. Doch die Sechs auf der Bühne scheinen das tatsächlich zu genießen, so gedehnt und betont lesen sie aus Wutbriefen, Hassmails und Text-Ungetümen vor. Joachim Braun etwa, der Chefredakteur; er trägt aus einem Leserbrief vor, der an ihn gerichtet war. Es klingt, als kaue er jedes Wort und führte es im Mund spazieren: „Dann fassen Sie sich bitte mal an der eigenen dicken, dicken Nase. Die Zahl der Rechtschreibfehler in Ihrem Blatt ist un-glaub-lich.“