Raumfahrt Vierter Teststart von Raketensystem "Starship" geplant

Beim dritten Testflug im März erreichte das "Starship" erstmals das All, konnte den Flug jedoch nicht wie erhofft abschließen. Foto: Eric Gay/AP/dpa

Mit einer Gesamthöhe von 120 Metern ist Elon Musks «Starship» größer als die Freiheitsstatue. Drei Tests liefen anders als erhofft - jetzt ist ein vierter angesetzt.

 
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Brownsville - Das größte jemals gebaute Raketensystem der Raumfahrtgeschichte soll am Donnerstag einen vierten Testflug absolvieren. Um 14.00 Uhr MEZ werde sich ein 120-minütiges Startfenster öffnen, teilte das private Raumfahrtunternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk mit. Abheben soll das unbemannte "Starship" am Weltraumbahnhof von SpaceX im US-Bundesstaat Texas. Geplant sind ein rund einstündiger Testflug und kontrollierte Landungen beider Raketenstufen. Das Raketensystem soll bemannte Missionen zu Mond und Mars ermöglichen.

Bei einem ersten Test im April vergangenen Jahres war das komplette Raketensystem schon nach wenigen Minuten explodiert. Bei einem zweiten Test im November trennten sich die beiden Raketenstufen zwar und die obere flog noch eine Zeit lang weiter, kurz darauf explodierten beide jedoch. Beim dritten Testflug im März erreichte das "Starship" erstmals das All, konnte den Flug jedoch ebenfalls nicht wie erhofft abschließen. 

Das "Starship" besteht aus dem rund 70 Meter langen Booster "Super Heavy" und der rund 50 Meter langen ebenfalls "Starship" genannten oberen Stufe. Das Raketensystem ist so konstruiert, dass Raumschiff und Rakete nach der Rückkehr auf die Erde wiederverwendet werden können. Es ist insgesamt rund 120 Meter lang und soll künftig weit über 100 Tonnen Ladung transportieren können. Die Nasa will mit dem "Starship" Astronauten auf den Mond bringen. SpaceX hofft, eines Tages bis zum Mars zu kommen.

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