Die Geschichte der trächtigen Kuh Fillipa, die im Stroh gepressten Dosenschrott gefressen und wohl dadurch so schwere innerliche Verletzungen davongetragen hatte, dass sie wenig später starb, bewegte Tausende auf dem sozialen Netzwerk Facebook. Dort hatte die Landwirtsfamilie Primbs aus Schwarzach ihrer Wut und Trauer Luft gemacht.

"So ein Metallstück wandert dann durch die ganze Kuh. Das zerstört Adern, Gefäße, kann in die Lunge eindringen, kann den Darm zerstören, bis die Kuh dann ganz elendig stirbt. Von außen sieht man das nicht", erklärt Landwirtin Primbs.

Die Familie ließ das Tier obduzieren und der zuständige Tierarzt fand einen Fremdkörper in Fillipa. Wenig später fand Familie Primbs zerschnittene Teile von Dosen im Futter. "Wir haben herausgefunden, dass es im Stroh war", so Primbs. Diese rasiermesserscharfen Teile hatte wohl auch Kuh Fillipa gefressen.

Doch sie ist laut Familie Primbs nicht die einzige: Auch weitere Kühe seien auffällig, eine weitere Kuh die kurz vorher gekalbt hatte, starb ebenfalls. Zwar gäbe es am Häcksler und am Mähdrescher magnetische Sicherheitsschalter, die stoppen, wenn sie Metallisches erwischen - diese funktionieren aber nicht bei Aluminium.

Wie Irina Primbs erklärt, hat die Familie Kontakt zu einer Gruppe, die in ihrer Freizeit mit Metalldetektoren unterwegs ist und nun der Familie helfen will. Die Gruppe soll die Fläche an den Feldern durchsuchen, nachdem geerntet wird. Auch appelliert Primbs an Spaziergänger, Müll, den sie finden, aufzuheben und mitzunehmen. "Man kann sich sicher sein, dass man ein Tier damit rettet", so die Landwirtin.