Ran an die Tickets Lust auf Konzerte am Kulturkiosk

Der Sommer wird heiß: kulturell heiß am Kulturkiosk in der Wilhelminenaue. Und die Bayreuther haben Lust darauf, wieder raus zu kommen, sich zu treffen – und bei Musik, Kabarett, Comedy dabei zu sein. Die zwei Veranstaltungsreihen, die miteinander verzahnt sind – Summertime und St. Georgen swingt – erfahren schon sehr großen Zuspruch. Teilweise sogar: schon ausverkaufte Konzerte.

Stehen schon mal am Feldweg zum Trampen bereit: Hans Well und seine Kinder Sara, Tabea und Jonas , die bei Summertime am Kulturkiosk dabei sind. Foto: red/red

Bayreuth - Die Rechnung scheint aufzugehen: Bayreuth plus Kulturkiosk mal hochkarätiges Programm bringt als Ergebnis große Nachfrage des offensichtlich ausgehungerten Publikums. Das zeigt die Nachfrage, die sowohl die Veranstalter von Summertime ab dem 8. Juni, als auch die Verantwortlichen von St. Georgen swingt mit ihren Konzerten ab dem 7. Juli am Kulturkiosk in der Wilhelminenaue haben. Teilweise: ausverkauft.

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Vorverkauf startet rasant

„Es ist super angelaufen“, sagt Regine Gareis von St. Georgen swingt am Mittwoch auf Anfrage des Kuriers. Rasend schnell angelaufen, könnte man auch sagen, denn: Am 8. Mai ging der Vorverkauf los für die Konzertreihe, die traditionell am zweiten Juli-Wochenende ihren Platz im Bayreuther Kulturkalender hat, und „am 10. Mai waren The Les Chlöchards bereits ausverkauft“, freut sich die Vereinsvorsitzende.

Zwei Tage später bekam auch das Konzert der Bayreuther Lokalmatadoren von Huebnotix, die am 10. Juli am Kulturkiosk spielen werden, das Schildchen „Ausverkauft“ an die Scheibe geheftet. Hier könne man einen zweiten Termin anbieten, der am gleichen Tag um 17 Uhr sein wird, sagt Regine Gareis, „da sind auch schon 60 Prozent der Karten weg“.

Andreas Kümmert macht den Auftakt

Gut zwei Drittel der Tickets für Andreas Kümmert, der am 7. Juli den Auftakt macht, haben schon den Besitzer gewechselt. Auch Stefan Eichner mit seinem neuen Reinhard-Mey-Programm, der den Schlusspunkt am 11. Juli setzen wird wird im Ticket-Portal eifrig angeklickt. „Das Konzert haben wir auf 17 Uhr vorgezogen, weil an dem Abend das Finale der Europameisterschaften sein wird“, sagt Regine Gareis. Es werde noch geklärt, ob das Spiel vielleicht sogar im Anschluss gezeigt werden könne.

„Gutes Angebot“

Überrascht, dass die Karten reißenden Absatz bei einem auf 250 Zuschauer begrenzten Platz gefunden haben, sei sie nicht: „Wir haben ein gutes Angebot, wir waren uns so gut wie sicher, dass wir den Geschmack des Publikums treffen“, sagt Gareis.

Alle freuen sich, dass es losgeht

St. Georgen swingt als Veranstaltungsblock, der Bayreuth Summertime nachgelagert ist – dem Festival, das im vergangenen Jahr unter dem Dach des Friedrichsforums in aller Schnelle aus der taufe gehoben worden war – kommt beim Publikum ähnlich gut an wie Summertime selbst: „Das Feedback ist gut, es freuen sich alle, dass was passiert“, sagt Hendrik Schröder, der Leiter des Friedrichsforums, am Mittwoch im Kurier-Gespräch. „Wir haben auch alle lang genug an den Nägel gekaut wegen der Frage, ob es stattfinden kann.“

Die sinkenden Inzidenzen der vergangenen Wochen allerdings lassen die Chance deutlich wachsen, dass einem Auftakt der Summertime mit Bidla Buh am 8. Juni und den folgenden rund 20 Veranstaltungen mit Jazz, Rock, Pop, Comedy und Klassik, die unter anderem das Jazzforum, die Kulturfreunde und die Agentur Motion beisteuern, nichts im Wege steht.

Viele Veranstaltungen nah dran an ausverkauft

Auch hier steuern „die ersten Veranstaltungen in Richtung ausverkauft“, sagt etwa Matthias Mayer von der Agentur Motion. So gut wie alle Karten seien für Graceland – A Tribute to Simon & Garfunkel am 20. Juni schon weg, greift Mayer eine der vielen musikalischen Höhepunkte heraus. „Hohe Nachfrage haben wir auch bei Werner Schmidbauer, Wolfgang Krebs, Goethes Erben und Hans Well mit den Wellbappn“, sagt Mayer, der sich gerade auf den letztgenannten Programmpunkt freut, „weil die Wells sich immer so wunderbar auf die Stadt vorbereiten, in der sie auftreten, sich lokalpolitisch auf den Stand bringen lassen“, um dann ihre satirischen Spitzen abzufeuern.

Lust auf Musik nach der kulturellen Trockenperiode

Wie Schröder sagt auch Mayer, dass es den Anschein hat, dass die Bayreuther nach „der langen kulturellen Trockenperiode“ und mit Blick auf stabile Inzidenzen unter 50 „nun doch immer mehr Vertrauen fassen, dass das Festival tatsächlich stattfinden wird“. Nach aktuellem Stand könne man auch davon ausgehen, dass die Maske am Sitzplatz abgenommen werden könne und „dass nach derzeitiger Lage auch kein Test erforderlich sein wird“, wie Mayer sagt.