Raiffeisenbanken fusionieren

Blicken zuversichtlich in die Zukunft: Die Vorstände der neuen VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald eG mit (von links): Christian Mandel, Johannes Herzog, Matthias Benesch und Hans Jahn. Foto: Herbert Scharf Foto: red

Das Fusionskarussell unter den Genossenschaftsbanken in Oberfranken dreht sich immer schneller. Nun haben die VR-Banken Fichtelgebirge in Marktredwitz und die Raiffeisenbank Berg-Bad Steben sich zur VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald eG zusammengeschlossen.

Die Marktredwitzer Vertreter hatten zuvor zu 100 Prozent und die Vertreter von Bad Steben mit 91 Prozent der Fusion zugestimmt. Damit, so der Marktredwitzer Vorstand Johannes Herzog, stehe man bei den 25 Genossenschaftsbanken in Oberfranken unter den "Top Ten".

Die Beratung vor Ort werde von der Fusion ebenso wenig berührt wie die Zahl der Mitarbeiter oder der Geschäftsstellen, hieß es. Herzog unterstrich, dass es sich um eine Fusion und nicht um eine Übernahme handle. So bleiben auch die beiden Hauptsitze in Marktredwitz und Berg erhalten.

Die Raiffeisenbank Fichtelgebirge stand vor drei Jahren auch als Übernahmekandidat für die Raiffeisenbank Gefrees zur Rede. Die damals bereits angebahnte Fusion scheiterte letztlich am breiten Widerstand der Gefreeser Vertreter. Die Raiffeisenbank Berg-Bad Steben hatte zuletzt das Agrargeschäft der Gefreeser Bank übernommen. Im Vorstand der neuen VR-Bank Fichtelgebirge - Frankenwald eG taucht mit Hans Jahn auch ein aus Gefrees bekanntes Gesicht auf.

Bei der Bilanzpressekonferenz und der Vertreterversammlung vor einigen Wochen hatten die Gefreeser Vorstände Andreas Held und Markus Zitzmann gesagt, dasss auch nach der abgeblasenen Fusion mit Marktredwitz das Thema Zusammensschluss für die Gefreeser Raiffeisenbank nicht vom Tisch sei. Dies ist auch noch der aktuelle Stand so Zitzmann auf Nachfrage, ohne dass es etwas Neues gebe.

Derzeit fusionieren in der Region auch die VR-Banken Bayreuth und Hof. Banken und Sparkassen sind seit Jahren durch niedrige Zinsen und hohe Regulierungskosten unter Druck, ihre Kosten zu reduzieren und suchen zunehmend ihr Heil in Zusammenschlüssen.

hs/agw

 

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