Die Sprengstoffermittler des bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) hätten die Ermittlungen wegen eines versuchten Tötungsdelikts gegen einen noch unbekannten Täter übernommen, wie die Behörde am Montagnachmittag mitteilt. Nach bisherigen Erkenntnissen gebe es keine Hinweise auf Extremismus oder eine politische Motivation.

Ein Paket mit Sprengstoff hatte ein Mann vor der Tür seines Hauses am Freitag in Oberkotzau entdeckt. Entschärfer der Technischen Sondergruppe des BLKA waren am Freitag angerückt und hatten das Paket kontrolliert gesprengt. 

Der 40-Jährige hatte nach dem Fund des Pakets die Polizei alarmiert, weil es ihm wie eine Sprengvorrichtung vorkam. Die Entschärfer des BLKA untersuchten es und stellten fest, dass es sich tatsächlich um Sprengstoff handelte. Das Einfamilienhaus und das nähere Umfeld wurden daraufhin geräumt und das Paket gesprengt. Ein Schaden war dabei nicht entstanden, niemand wurde verletzt.

Die Reste des Sprengstoffs würden nun im Kriminaltechnischen Institut des BLKA in München weiter untersucht. Die Beamten suchten nach weiteren Spuren, um herauszufinden, wer das Paket in dem Vorgarten abgelegt hatte – und vor allem warum. Das BLKA führt die Ermittlungen unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Hof.