Der Niederländer baute seinen Vorsprung auf 20 Sekunden aus, dann auf eine und schließlich auf mehr als drei Minuten. Hinter ihm fuhren Weltmeister Julian Alaphilippe, Tour-Sieger Tadej Pogacar, dessen Vorgänger Egan Bernal und auch sein Dauerrivale Wout van Aert. Doch keiner konnte den Solisten aufhalten. Mit einem Parforceritt hatte van der Poel, der Enkel der französischen Radlegende Raymond Poulidor, zuvor bereits das Sandstraßenrennen Strade Bianche gewonnen, ähnlich triumphal war er Ende Januar zum vierten Mal Weltmeister im Cyclocross geworden, als er sich nach einem Sturz wieder an van Aert vorbeikämpfte, allerdings auch von einem Plattfuß seines Gegners profitierte. „Im zweiten Teil ist er so stark gefahren, dass ich keine Chance mehr hatte. Ich bin mental gebrochen“, konstatierte van Aert, immerhin selbst zweimaliger Cross-Weltmeister.