Nierhoff ist zum ersten Mal als Bürgermeisterkandidat angetreten und zieht gleich an allen anderen Parteien vorbei. Den Wahlkrimi konnte er nur in den eigenen vier Wänden verfolgen, da er gerade unter Quarantäne ist. Wie fühlt sich das jetzt für ihn an? „Das ist fantastisch. Natürlich hatte ich gehofft, in eine Stichwahl zu kommen. Aber dass ich dann doch so deutlich vorne liege, hätte ich nicht gedacht. Besonders weil es ja wirklich starke Mitbewerber waren“, sagt Nierhoff.

„Ziel erreicht, die Arbeit hat sich gelohnt“, so Lappat, der das Ergebnis auch daheim erfuhr, auch er ist momentan in Quarantäne. Er habe viele tolle Leute im Wahlkampf kennengelernt. Er habe mit Wirtschaftskompetenz, Fleiß und Sympathie im Wahlkampf überzeugt. Die CSU sei im Team nicht auf Problemen rumgeritten, sondern habe Lösungen aufgezeigt.

Wie es für ihn weitergeht, mochte Uwe Raab am Wahlabend nicht prognostizieren, „das ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt“, meinte er am Telefon. Raab spricht angesichts des Wahlergebnisses von einer „herben Niederlage“, die er „in der Form nicht erwartet“ habe.

Relativ früh zeichnete sich ab, dass Thomas Schmidt (11,98 Prozent) aus dem Rennen war. „Wir sind das Image der Meckerer und Motzer nicht losgeworden“, so Schmidt. Ebenfalls Stimmen hat seiner Ansicht nach der „unsägliche Streit“ mit den Leupsern gekostet.

Letzter Platz für Sandra Huber (Grüne), nicht mal zehn Prozent der Stimmen. „Vielleicht habe ich auf die falschen Themen gesetzt“, sagt Huber. „Vielleicht gibt es viele Bürger, die einer Frau nicht zutrauen, sich so durchzusetzen wie ein Mann.“