Fünf Monate Wartezeit
500 junge Patienten versorgt Nölkels Praxis seinen Angaben zufolge jedes Quartal, pro Jahr kämen 250 neue Patienten dazu. Wer einen Termin bei ihm braucht, muss derzeit fünf Monate Wartezeit einkalkulieren. Ausnahme sind dringende Fälle wie Magersucht, Suizidgefahr oder Schulphobie, die zu langen Fehlzeiten führe. Nölkel räumt ein, bei so langen Wartezeiten könnten sich Eltern ausgeliefert und hilflos fühlen. Fünf Monate Wartezeit seien definitiv zu viel, drei Monate fände er in Ordnung. Es habe sich gezeigt, dass die Wartezeiten auch eine Art Filter seien. Manche Fälle seien nicht so dringlich, wie sie im ersten Moment erschienen. Bei viel Nachfrage müssten Prioritäten gesetzt werden.