Das Ende eines Kerwaabends in Oberfranken? Nahezu jeder Kerwagänger würde diese Frage so beantworten: In der Bar. Dort drängeln sich üblicherweise die Gäste. Kerwamadla, Kerwaburschen. Jubel, Trubel, Heiterkeit. Für vier Besucher der Kerwa in Kirchenbirkig im Juni 2022 endet der feierliche Höhepunkt des alljährlichen Festkalenders nicht mit Jubel und Heiterkeit. Sondern nur mit Trubel, Ärger, blutiger Nase – und mit Anklagen der Staatsanwaltschaft gegen drei Kerwabesucher, die allesamt keine Kirchenbirkiger sind. Zwei Bayreuther im Alter von nun 21 Jahren und ein 26-jähriger Mistelgauer hatten an diesem Dienstag vor Strafrichter Alois Meixner zu erscheinen – unter der Anklage, Kerwaschläger zu sein. Wichtig bei der Anklage sind zwei Unterscheidungen: Einer der 21-Jährigen war damals als Security-Mann eingesetzt. Und der andere 21-Jährige war im Gegensatz zu dem Security-Mann und dem Mistelgauer – denen die Anklagebehörde gemeinschaftliche, also gefährliche Körperverletzung zur Last legte – „nur“ wegen einfacher Körperverletzung angeklagt