Projekt in Pegnitz Viel mehr als eine Ferienfreizeit

Klaus Trenz

Einblicke und Einsichten gewinnen, die Wahrnehmung verändern und den Horizont erweitern: Dafür kamen 24 Schüler aus der Region zum Seminar nach Pegnitz.

In Pegnitz im Seminar versammelt: Die begabten und vielseitig interessierten Gymnasiasten aus Oberfranken. Foto: Klaus Trenz

„Das wird eine Woche, die werdet ihr euer Leben lang nicht vergessen“: Dieses Versprechen gab der Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in Oberfranken, Martin Rohde, 24 Schülerinnen und Schülern aus ganz Oberfranken, die sich im Schülerinternat des Gymnasiums eine ganz besondere Ferienwoche gönnen dürfen – das 37. Ferienseminar für vielseitig interessierte und begabte Gymnasiasten.

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Dass Rohde, wie er meinte, das Seminar „gerne selbst einmal mitmachen würde“, wenn er denn noch könnte, kann man durchaus nachvollziehen, denn auf die Schüler der zwölften Jahrgangsstufe wartet jedes Jahr ein umfangreiches, spannendes und abwechslungsreiches Seminarprogramm, das ein breites Themenfeld abdeckt: Kunst und Kultur, Wirtschaft und Politik, Naturwissenschaft und Technik, Sport und Medizin. Dabei steht alles unter dem Motto: Einblicke gewinnen, Einsichten gewinnen, die Wahrnehmung verändern und laut Rohde „den Horizont erweitern“.

Damit beginnt man schon am ersten Tag mit einem Kennenlern-Workshop mit dem Intendanten des Fränkischen Theatersommers, Jan Burdinski. Das garantiert nicht nur Kreativität und Originalität, sondern das, was auch das Bestreben der Seminarleiterinnen Jasmin Stöcker und Hannah Gottsmann ist: nicht nur die Begabungen der Schülerinnen und Schüler weiter zu entwickeln und Perspektiven zu schaffen, sondern auch die Gruppe zusammenzuschweißen.

„Wir möchten hoch qualifizierte Persönlichkeiten vernetzen“ sagte Stöcker. Dass das funktioniert, ist in der Seminarzeitungen nachzulesen, die während und nach der Seminarwoche entsteht und - reichlich bebildert – einen guten Eindruck verschafft, was die Schülerinnen und Schüler in dieser Woche erleben. Und das kann laut Rohde auch „fordernd und anstrengend“ sein. Man bekomme auch immer wieder Berichte, „dass die Kontakte weiterhin bestehen“, so Stöcker.

Ein Selbstverteidigungskurs, eine Wanderung zur Luisenburg in Wunsiedel mit anschließendem Besuch der Luisenburg-Festspiele, Kunstworkshops, am „Tag der Kreativität und Kunst“, fast tägliche Redaktionssitzungen zur Seminarzeitung, ein ganztägiger Besuch der Universität Bayreuth, eine Besichtigung der Sana-Klinik in Pegnitz mit anschließender Diskussion zum Thema Gesundheitsökonomie, ein Gespräch mit dem Bürgermeister von Pegnitz, Wolfgang Nierhoff, sind Programmpunkte, die nicht unbedingt nach lockerer Ferienfreizeit klingen.

Selbst die Begrüßungsrede vom Vizepräsidenten der Regierung von Oberfranken, Thomas Engel, war alles andere als eine, wo man nur mit einem Ohr mithört, sondern war gespickt mit Informationen über die Aufgabe der Behörde und über den Regierungsbezirk Oberfranken und seiner wesentlichen Merkmale und seiner Stellung innerhalb Bayerns.

Natürlich gibt es auch gemeinsame Unternehmungen, die dann schon etwas mehr an Ferien erinnern wie der Besuch des Greifvogelparks in Wunsiedel, ein Stadtrundgang durch Pegnitz oder ein Grillabend mit Internatsleiter Andreas Lindner.

Blättert man in den Seminarzeitungen, so ist das Feedback von den Seminarnehmern sehr positiv. Das Programm wird mehrheitlich als anspruchsvoll empfunden und punktet insbesondere in seiner Ausgewogenheit, es sei angemessen und abwechslungsreich. Nur wenige haben es als langweilig bewertet.

Ein „Glücksfall“ sei dabei die Unterbringung der Teilnehmer im Pegnitzer Internat, so Rohde.

Finanziert wird die Veranstaltung vom bayerischen Kulturministerium.