In Bayreuth verabschiedeten sich damals die Praktikanten der Carl-Duisberg-Gesellschaft. Nach einem Jahr in Deutschland war es für sie Zeit, wieder in ihre Heimat Peru und Costa Rica zurückzukehren. Davor statteten die sechs Gäste Bayreuth aber noch einmal einen Besuch ab, wo ihr Aufenthalt begonnen hatte.

Hier hatten sie vier Monate lang einen Deutschkurs absolviert, ehe sie nach Düsseldorf, Stuttgart, Frankfurt und München in Betriebe verteilt wurden. In Bayreuth hatten sie erste Freundschaften geknüpft und fühlten sich mit der Stadt ganz besonders verbunden.

Bei dem Sektempfang, zu dem auch der Bayreuther Leiter der Carl-Duisberg-Gesellschaft gekommen war, berichteten die sechs Praktikanten von ihren Erfahrungen in Deutschland und mit der deutschen Sprache. „Die Deutschen sind einfach zu faul, hochdeutsch zu sprechen“, waren sich alle einig. „Und dann noch in jeder Stadt einen anderen Dialekt, kein Wunder, wenn wir uns mit der Verständigung sehr schwer getan haben!“

Diesen Tadel glichen sie gleich darauf aber mit einem Kompliment an die deutschen Damen wieder aus. Am Abend vor der Abreise aus Deutschland besuchten die Südamerikaner dann noch den Polizeifaschingsball in der Stadthalle. Danach stand für die Gäste das Gesamtfazit ihres Deutschlandaufenthaltes fest: „In Bayreuth war’s am herzlichsten!“

In derselben Ausgabe berichtete der Kurier davon, dass Dressendorf sich darum bemühte, eine moderne Stadtrandgemeinde zu werden. Das Hauptproblem dabei stellten die Wasserversorgung und Kanalisation dar. Auch 1967 noch hatten zahlreiche Haushalte und landwirtschaftliche Betriebe zusätzliches Wasser anfahren müssen, weil die Versorgung durch die Brunnen am Ort nicht ausreichte. Gemeinsam mit der Stadt Bayreuth wollte Dressendorf eine Lösung dafür erarbeiten. Gleichzeitig sollte in der kleinen Gemeinde auch neues Bauland geschaffen werden. Die Planung für die Bebauung mit Einfamilienhäusern lief bereits.

Des Weiteren berichtete der Kurier damals von einem rätselhaften Vorfall in der Kulmbacher Straße. Ein Bayreuther alarmierte die Polizei, weil er eine Straftat melden wollte. Er behauptete, ein Unbekannter habe ihm mit einer Gaspistole auf offener Straße in die Augen geschossen. Die Beamten veranlassten eine Untersuchung vom Facharzt im Krankenhaus. Der Doktor konnte aber keinerlei Verletzungen feststellen. Zeugen gab es keine, die die fragwürdige Aussage des aufgeregten Mannes hätten bestätigen können. Beweise für die Richtigkeit seiner Aussage fehlten demnach vollkommen.