Die Benennung einer Straße ist wohl die größte Ehre, die eine Stadt einer Person zukommen lassen kann. Bayreuth entschied sich beispielsweise im Jahr 1947 für Karl Muck. Der Festspiel-Dirigent setzte sich seinerzeit für „judenfreie“ Aufführungen ein und soll „Köpfungslisten“ geführt haben, die abzuarbeiten seien. Zwei von Muck mit verächtlichen Schreiben abgelehnte Musiker – der Geiger Hendrik Prins und der Cellist Lucian Horwitz – sind später im Konzentrationslager in Auschwitz ermordet worden.