Private Spendenaktion Tonnenschwere Hilfe für die Flutgebiete

Trinkwasser, Hygieneartikel, aber auch Decken und Schaufel: Zwei Bayreuther sammeln ab dem heutigen Samstag und an vier weiteren Tagen Sachspenden für die Opfer der Flutkatastrophe. Foto: red/red

Die Bilder aus den Gebieten der Flutkatastrophe haben Hans-Dieter Lein nicht losgelassen. Der Bayreuther wollte etwas tun – auch, nachdem das schlimmer Ereignis weitgehend aus den Medien verschwunden ist. Also hat Lein gemeinsam mit einem Freund einen Hilfstransport organisiert und ruft nun zu Sachspenden auf. Und erhält dabei prominente Unterstützung.

Bayreuth - „Als ich die Bilder aus den Flutgebieten gesehen habe, sind mir die Tränen runtergelaufen“, erzählt Hans-Dieter Lein. Persönliche Verbindungen hat er in den Westen Deutschlands keine, aber dennoch das dringende Bedürfnis dort zu helfen. Bis jedoch seine Idee spruchreife Formen angenommen hat, hat es etwas gedauert.

Leichter gesagt als getan

Denn einen Hilfstransport auf die Beine zu stellen, den er zusammen mit Marcus Kübel organisiert hat, ist leichter gesagt als getan. Zum einen muss für die Sachspenden ja wirklich Bedarf bestehen, zum anderen müssen dafür in den betroffenen Gebieten auch Abnehmer und Verteiler gefunden werden. „Ich habe unzählige Telefonate geführt“, sagt Lein, er sei aber nirgendwo weitergekommen: Keiner habe ihm sagen können, wer was wo abnimmt.

Der Bayreuther gibt aber nicht auf. „Wenn ich mir was in den Kopf gesetzt habe, dann zieh ich das durch“, sagt Lein. Und deshalb sucht er weiter bis er im Internet auf Walter Lehnertz stößt, der vor allem als „80 Euro Waldi“ aus der ZDF-Antiquitätenshow Bares für Rares bekannt ist. Den hat er dann über Facebook angeschrieben und schon nach kurzer Zeit eine Rückmeldung erhalten.

80-Euro-Waldi hilft

Nach einem längeren Telefonat war dann alles klar. „Waldi hat versprochen sich der Sache anzunehmen.“ Der Antiquitätenhändler aus der Eifel hat ausreichend Lagerflächen um die Sachspenden anzunehmen. Aber nicht nur das: Befreundete Landwirte werden den 24-Tonner – den die zwei Bayreuther Lein und Kübel im September auf den Weg schicken und auch selbst begleiten werden – mit ihren Radladern ausladen und Kleintransporter werden die Spenden dorthin fahren, wo sie benötigt werden.

Auch in Bayreuth wird das Hilfsprojekt durch die Spedition Steinbach und die Wedlich Servicegruppe tatkräftig unterstützt. Benötigt werden in den Katastrophengebieten Trinkwasser in PET-Flaschen, Hygieneartikel, Decken, Schaufeln, Leitern, Erste-Hilfe-Material, Babywindeln, Tiernahrung, Werkzeuge, Waschpulver, neue oder gebrauchte Wasserkocher, Toilettenpapier, Arbeitshandschuhe, Kabeltrommeln, Regen- und Winterkleidung, haltbare Lebensmittel und Babynahrung.

Spendensammeln an fünf Tagen

Wer Hans-Dieter Lein und Marcus Kübel unterstützen möchte, der kann oben benannte Sachspenden ab Samstag, 4. September, zwischen 10 und 15 Uhr, am Hartplatz der Spielvereinigung Bayreuth/ Einfahrt Spitzwegstraße (neben der Norma Filiale und SB Waschanlage Jakobshöhe) abgeben. Weitere Termine sind Sonntag, 5. September (11 bis 13 Uhr) und Montag, 6. September (17 bis 19 Uhr) sowie am Donnerstag, 9. September (17 bis 19) Uhr und Samstag, 11. September (10 bis 15 Uhr).


Für Spender, die nicht zum Sammelpunkt kommen können, wird am Sonntag, 5. September, ab 13 Uhr ein Abholservice angeboten. Anmeldung bei Kurt Latzko, Telefon 01 75/5 15 04 49.

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