Auch in kleineren Orten organisiert man sich jetzt
Shanann (36), ursprünglich aus Zürich, tritt sogar beruflich für diese Rechte ein. "Ich bin in Deutschland die einzige Rechtsanwältin mit Spezialfach Transrecht." Wie schnell dieses Recht unter Druck kommen könne, zeige das Beispiel USA. "Wir brauchen nicht noch einen zweiten Trump in Deutschland", findet sie. Und deshalb müsse man sich einmischen.
"Es werden mehr, die auf die Straße gehen", ist die Beobachtung von Thomas (58). Auch in kleinen Orten gebe es jetzt CSD-Umzüge, gerade auch dort, wo die AfD stark sei. Gegenwind mobilisiere Widerstand. "Flirty Flamingo" Martin sieht es genauso: "Viele Leute sagen, wir brauchen gerade auch auf dem Land Stammtische, wir brauchen eine Community, wir brauchen Gemeinschaft." Dann kommt er noch einmal auf seine persönliche Situation zu sprechen. "Ich habe ja keine Kinder", sagt er. "Für mich ist das mein Freundeskreis." Und mehr noch: "Es ist für mich ein Familienersatz geworden."