Kirschen, Äpfel oder Birnen waren früher seltene Köstlichkeiten. Glücklich, wer Obstbäume im Garten stehen hatte, die schmackhafte Abwechslung im Kücheneinerlei boten. Billigobst aus Südländern verdrängte die einheimischen Früchte. Für die Bauern lohnte sich die Mühe nicht mehr, die Kulturen zu pflegen. Geld war in der Fabrik oder im Büro leichter zu verdienen als mit der Plackerei im Obstgarten. Streuobstwiesen wurden zu Bauplätzen. Erhalten blieb das Anbaugebiet Forchheim Fränkische Schweiz dank des Fleißes und der Hartnäckigkeit seiner Obstbauern. In der Gemeinschaft gewannen sie Stärke. Sie schlossen sich in die fünf Erzeugerorganisationen in Igensdorf, Pretzfeld, Mittelehrenbach, Neunkirchen am Brand und Langensendelbach zusammen. Der Landkreis Forchheim widmet sich der Obst-Kultur. Seit 1961 besteht dort eine Kirschenversuchspflanzung mit Versuchsfeldern in Hiltpoltstein, Lützelsdorf und Buckenreuth. Seit 30 Jahren wird in Hiltpoltstein die Auswirkung des Obstbaus auf die Bienenzucht erkundet. In Lützelsdorf existiert ein Kreisbienenlehrstand.