Die Sprache klar, die Handlung eingängig, gelacht wird immer – das heißt aber nicht, dass die Faustfestspiele auf einem untertourigen Niveau drehen. Das Rezept erklärt Intendant Daniel Leistner den Zuschauern auf den so gut wie ausverkauften Rängen so: Das Premierenstück „Der Bahnhof bleibt im Dorf“ stammt eigentlich von Ludwig Thoma und ist, nun ja, zwar eine Komödie, aber eher eine gesellschaftskritische. Er las sie „und war am Schluss depressiv“. Also hat er sie neugeschrieben und eine echte Komödie draus gemacht. Das ist die Idee der Faustfestspiele, wie er sie vor 30 Jahren ins Leben gerufen hat. Und sie funktioniert jedes Mal. Minutenlanger Applaus auch diesmal am Ende der Premiere auf „einer der schönsten Naturbühne Deutschlands“, so jedenfalls Intendant Leistner.
Pottenstein Mit Volldampf in die 30. Faustfestspiele
Otto Lapp 19.06.2025 - 11:00 Uhr