"Potenzial abrufen" Altstädter erwarten Angstgegner Rosenheim

Seinen ersten Pflichtspieltreffer für die Altstädter erzielte der Ex-Schweinfurter Philipp Messingschlager (links) im Pokal-Gastspiel beim Bayernligisten DJK Vilzing. Viel Freude dürfte er daran aber nicht gehabt haben, schied die Rost-Elf doch mit 3:4 aus. Foto: Peter Mularczyk

FUßBALL. Das überraschende Pokal-Aus beim Bayernligisten DJK Vilzing (3:4) ist abgehakt, am Freitag um 18.15 Uhr steht für die fünftplatzierte SpVgg Bayreuth wieder der Alltag in der Regionalliga Bayern auf dem Programm. Zu Gast im Hans-Walter-Wild-Stadion ist der zwei Zähler weniger aufweisende TSV 1860 Rosenheim (11.), gegen den die Altstädter liebend gerne ihre Serie von mittlerweile fünf ungeschlagenen Spielen fortsetzen würden.

Wäre da nicht der Umstand, dass die Oberbayern offenbar der Bayreuther Angstgegner sind. Seit dem Rosenheimer Aufstieg im Jahr 2016 gab es für die Altstädter nur einen Sieg (ein 3:1 am 22. April 2017 nach Treffern von Kristian Böhnlein, Tayfun Özdemir und Patrick Weimar), zwei Unentschieden und drei Niederlagen – zwei dieser Niederlagen musste man in der vergangenen Saison hinnehmen, Hin- und Rückspiel endeten jeweils knapp mit 1:0 für Rosenheim.

Das alles ficht den Altstädter Trainer Timo Rost nicht an: „Wir wollen wieder an die guten Leistungen aus der Liga anknüpfen. Wir haben gegen Illertissen und in Nürnberg unser Potenzial gezeigt. Das müssen wir wieder abrufen und über 90 Minuten konzentriert spielen.“ Und der 40-Jährige fordert: „Wir müssen dieses Mal unsere Chancen wieder nutzen.“ Wie zuletzt beim begeisternden 7:2 gegen die Illertisser, als vor der Pause vier Treffer in neun Minuten gelangen.

Pokal-K.o. war„sehr, sehr ärgerlich“

Der Pokal-K.o. beim Bayernliga-Dritten wurmte Rost: „Das war sehr, sehr ärgerlich, denn wir wollten unbedingt eine Runde weiterkommen.“ Aber nachdem seine Elf zweimal einen Rückstand wettgemacht hatte und sogar in Führung gegangen war, wucherte sie zu sehr mit ihren Gelegenheiten. „Zudem haben wir drei Gegentreffer nach Standards hinnehmen müssen.“

Kapitän Makarenko muss aufpassen

Personell kann Rost heute nahezu aus dem Vollen schöpfen: Steffen Eder, der in den vergangenen Wochen verletzt gefehlt hatte, gehörte schon in Vilzing zum Aufgebot und steht wieder zur Verfügung. Weiterhin passen muss der Neuzugang vom TSV 1860 München, Kodjovi Koussou, der noch an seinem Bänderriss laboriert und wohl noch bis Ende August fehlen wird. Auf der Hut sein muss Kapitän Anton Makarenko, der momentan zusammen mit dem Schweinfurter Adam Jabiri die Torschützenliste der Liga (sechs Treffer) anführt: Er läuft mit der Vorbelastung von vier Gelben Karten ein, bei einer weiteren ist der 31-Jährige im nächsten Heimspiel gegen den Favoriten Türkgücü München (Freitag, 30. August) gesperrt.

Auch Rosenheimer im Pokal nur noch Zuschauer

Eines verbindet die Kontrahenten: Beide sind im Verbandspokal nur noch Zuschauer. Zeitgleich zu den Altstädtern mussten sich die Rosenheimer in einem Regionalliga-Duell beim SV Schalding-Heining 0:1 geschlagen geben. Dabei machten sich die Innstädter selbst das Leben schwer, denn ab der 32. Minute waren sie nach einer Gelb-Roten Karte gegen Torjäger Danijel Majdancevic wegen allzu heftigen Reklamierens in Unterzahl. Da lag die Truppe von Trainer Thomas Kaparetti schon hinten, Alexander Kurz hatte die Niederbayern in der 15. Minute in Front gebracht. „Wir haben es eigentlich ganz gut gemacht“, sagte der 35-jährige Coach nach der Partie, „leider haben wir uns nicht belohnt“.

Auffällig war allerdings die Harmlosigkeit der TSV-Angreifer. Bis auf einen Freistoß von Linor Shabani, den Schaldings Keeper Markus Schöller parierte (53.), kamen sie eher selten gefährlich vor das Tor.

In der Startaufstellung überraschte Kasparetti alle Experten: Der erst 17-Jährige A-Junioren-Torwart Raphael Krause stand zwischen den Pfosten, weil die beiden etatmäßigen Schlussmänner Mario Stockenreiter (22) und Marius Herzig (19) bislang nicht die notwendige Sicherheit ausstrahlten, die man auf Regionalliga-Niveau braucht. Das zwang die TSV-Verantwortlichen zum Handeln: Vom Kooperationspartner der Sechziger, dem Landesligisten Sportbund Rosenheim, wechselt der erfahrene 31-jährige Rumäne Alin Goia zum Regionalligisten.

 

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