Gegen 14.15 Uhr erreichte die Polizei der Notruf mit der Mitteilung, dass in der Hauptstraße ein Wohnhaus brennen würde und noch Personen im Gebäude seien.
Die kurz darauf eintreffende Streife der Polizeiinspektion Pegnitz stellte fest, dass die Wohnung im ersten Stock total verraucht war und die meisten Bewohner das Anwesen bereits verlassen hatten.
Nach ersten Informationen befanden sich jedoch noch eine 84-jährige Frau und ein Hund in der Wohnung. Für diese bestand offenbar Lebensgefahr und mit dem Eintreffen der Feuerwehr konnte erst in einigen Minuten gerechnet werden.
Die Beamten beorderten einen zufällig vorbeikommenden Möbeltransporter vor das Fenster der Wohnung, um der Bewohnerin gegebenenfalls einen Fluchtweg über das Dach des Lastwagens zu ermöglichen. Gleichzeitig betraten ein Polizeibeamter und ein 61-jähriger Bewohner des Anwesens die verrauchte Wohnung und bargen die 84-Jährige, die sich aufgrund einer Behinderung nicht selbst in Sicherheit bringen konnte. Sie setzen die Dame in ihren Rollstuhl und trugen sie damit aus dem verqualmten Haus. Auch der vermisste Hund konnte dabei aus dem Haus gerettet werden.
Zahlreiche Rettungskräfte kümmerten sich zusammen mit einem Notarzt um die Verletzten.
Einsatzkräfte der Feuerwehr gelang es im weiteren Verlauf den offenen Brandherd im Küchenbereich zu löschen.
Insgesamt wurden vier Bewohner des Hauses und ein Polizeibeamter durch Rauchgasintoxikation leicht verletzt. Weiterhin erlitten zwei an der Rettung beteiligte Nachbarn leichte Verletzungen. Drei der Bewohner werden zur Beobachtung vermutlich einen Tag im Krankenhaus Pegnitz verbringen müssen.
Nach ersten Schätzungen entstand durch das Feuer und den Rauch ein Sachschaden von etwa 50.000 Euro. Als Brandursache konnte offenbar in Brand geratenes Essen auf dem Kochherd festgestellt werden.