Polizeimeldung Mehrere Lastwagen-Unfälle verursachten Vollsperrungen auf den Autobahnen in Hochfranken

Symbolbild: © Nordbayerischer Kurier

A93/MARKTREDWITZ/SCHÖNWALD, LKR. WUNSIEDEL - A9/BERG, LKR. HOF. Innerhalb von gut 2 Stunden ereigneten sich auf den hochfränkischen Autobahnen drei Unfälle mit Lastwägen, die mehrere zum Teil schwer verletzte Personen, erheblichen Sachschaden und mehrstündige Vollsperrungen der Autobahnen A93 und A9 nach sich zogen.


Zunächst kam gegen 14.35 Uhr der Fahrer eines türkischen Sattelzuges auf der A93, im Bereich der Autobahnbaustelle zwischen Wunsiedel und Marktredwitz, alleinbeteiligt von der Fahrbahn ab und konnte sich nicht mehr aus eigener Kraft aus dem Bankett befreien. Durch die einspurige Verkehrsführung im Baustellenbereich gestaltete sich die Bergung schwierig und dauerte mehrere Stunden.

Hier entstand lediglich geringer Sachschaden an dem beteiligten Sattelzug und den Verkehrseinrichtungen der Autobahnmeisterei und der Baustellenfirma. Der Fahrer wurde nicht verletzt.


Etwa 20 Minuten später fuhr ein Sattelzug ein paar Kilometer nördlich in der Nähe der Wildbrücke bei Schönwald auf einen vorausfahrenden Anhängerzug auf.


Durch den heftigen Aufprall rissen der Anhänger des Anhängerzuges und Fahrerkabine des auffahrenden Sattelzuges ab. Zudem verdrückte der abgerissene Anhänger die Mittelschutzplanke so stark, dass diese in die Richtungsfahrbahn Hof ragte.
Zudem wurde der Anhängerzug noch auf einen auf der rechten Spur vorausfahrenden Kleintransporter mit Anhänger geschoben. In den abgerissenen, auf der linken Spur stehenden Anhänger fuhr dann noch eine Autofahrerin.

Bei dem Unfall erlitten der auffahrende Sattelzugfahrer und die Autofahrerin, trotz der erheblichen Beschädigungen, nur leichte Verletzungen. Der Rettungsdienst verbrachte sie in umliegende Krankenhäuser.

Es entstand ein Gesamtsachschaden in Höhe von zirka 300.000 Euro und die Bergungs- und Reinigungsarbeiten dauerten bis weit in die Nacht hinein.


Gegen 16.45 Uhr kam es im Bereich einer Tagesbaustelle auf der A9, zwischen der Rastanlage Frankenwald und der Anschlussstelle Berg in Fahrtrichtung München, zu einem Rückstau.


Der Fahrer eines mit Sand beladenen Muldenkippers erkannte das Stauende zu spät und fuhr auf einen stehenden, beziehungsweise langsam fahrenden, leeren Tanklastzug auf. Durch den Aufprall kam der Muldenkipper ins Schleudern und durchbrach die Mittelschutzplanke, so dass die Autobahn in beide Richtungen voll gesperrt werden musste. Der Fahrer verletzte sich schwer und musste mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen werden.

Während der Sattelzug zwar erheblich beschädigt wurde, blieb der Tank des Tanklastzugs glücklicherweise unbeschädigt und der Fahrer des Tanklastzuges unverletzt. Es entstand ein Gesamtsachschaden von mindestens 200.000 Euro.

Zur Bergung musste die Ladung des vollbeladenen Muldenkippers auf ein Ersatzfahrzeug umgeladen werden. Die Sperrung der A9 dauerte bis zirka 1 Uhr.


 

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