Am Dienstagabend ging bei der Polizeiinspektion Forchheim die Mitteilung ein, dass sich hinter einem Einkaufsmarkt im Forchheimer Süden mehrere Jugendliche nicht an die geltende Ausgangbeschränkung halten würden. Gegen 19.30 Uhr konnten Beamte der Operativen Ergänzungsdienste aus Bamberg an der Örtlichkeit einen 16-Jährigen aus Nürnberg und einen Gleichaltrigen aus Forchheim antreffen.
Der Nürnberger Jugendliche ging sofort beleidigend, aggressiv und provozierend auf die Polizeibeamten zu. Als die Polizisten die Personalien der beiden feststellen wollten, versuchte er erfolglos zu flüchten und leistete heftigen Widerstand. Nachdem der Jugendliche die Zwecklosigkeit seiner Gegenwehr erkannte, löste er einen Rettungsdiensteinsatz aus, indem er eine Ohnmacht vortäuschte. Den herbeigeeilten Sanitätern gegenüber gab er dann an, dass er lediglich „eine Runde schlafen“ wolle.
Auch im Haftraum der Polizeiinspektion Forchheim beruhigte sich der Jugendliche nicht. Er bedrohte und beleidigte die Beamten und randalierte derart heftig, dass die Nacht für ihn in einer psychiatrischen Fachklinik endete.
Erst im Januar war der jugendliche Straftäter in Nürnberg aufgefallen. Er hatte damals ein verbotenes Einhandmesser bei sich geführt und griff Polizeibeamte, die ihn kontrollierten, körperlich an.
Gegen ihn wird ein weiteres Strafverfahren wegen Widerstands gegen Polizeibeamte sowie versuchter Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung geführt. Außerdem wird er voraussichtlich die Kosten für den unnötig veranlassten Rettungsdiensteinsatz tragen müssen.