Harald Stadter wird vor Ort sein. Er ist der Einsatzleiter der Bayreuther Polizei auf der Fanmeile. Auf der Kreuzung am Rotmain-Center. Auf was er sich einstellt? Auf alles Denkbare. Auf schlechtes Wetter und nur ein paar Fans, die aber vielleicht trotzdem nicht einsehen wollen, dass sie den Verkehr auf dem Ring nicht blockieren sollten. Das gab es bei der WM 2014. Aber auch auf gutes Wetter und ein paar hundert Fans, die den Sieg der Nationalmannschaft begießen wollen. Dann ist volles Programm angesagt. Den Verkehr auf dem Ring absperren und die Fans vor sich selbst schützen. „Wir wollen den Leuten die Feier nicht vermiesen“, sagt Stadter. „Aber wir appellieren trotz aller Fußballbegeisterung an die Vernunft der Fans.“ Fußbälle in die Luft zu schießen, das gab es schon, ist zum Beispiel keine gute Idee. Wenn die Bälle mit Wucht wieder runterkommen und einen anderen Fan treffen, „wird das zumindest schmerzhaft, wenn nicht schlimmer.“ Und: Glasflaschen sind bei einer Fan-Feier ein Übel. Die landen auf der Straße, die Scherben sind eine Gefahr. Schnittverletzungen gehören zu den bösen Erfahrungen, die Fans und Retter bei der WM 2014 und der EM 2012 auf der Fanmeile gemacht haben.