Mit großer Verwunderung und Verärgerung reagiert Landtagsabgeordneter Martin Schöffel (CSU) auf die Aussagen des früheren Polizeipräsidenten Alfons Schieder zu kleinen Polizeiinspektionen in Oberfranken. Als „ganz schlechten Stil“ bezeichnet es der Landtagsabgeordnete, dass Schieder sich bei seiner Verabschiedung noch einmal öffentlich dazu geäußert habe. In einer Pressemitteilung wird Schöffel deutlich: „Die Polizeiinspektionen in Wunsiedel und Stadtsteinach müssen erhalten bleiben. Wir brauchen die Schutzpolizei in der Fläche.“ Die Polizeiinspektion Stadtsteinach decke ein Gebiet von Himmelkron bis in den Frankenwald ab. Dienststelle und Streifendienst erhöhten das Sicherheitsgefühl der Menschen und die Präsenz der Polizei. Ähnliches gelte für die Polizeiinspektion Wunsiedel, deren Wirkungskreis sich bis an die Landkreisgrenzen zu Tirschenreuth, Bayreuth und Hof erstrecke. „Ich bin froh, dass Polizeipräsident Markus Trebes Schieders Pläne auf Eis gelegt hat und sich selbst ein Bild von der Polizeiorganisation in Oberfranken machen will.“ Dass die Polizeiarbeit von Zeit zu Zeit überdacht werde müsse und gegebenenfalls auch organisatorische Veränderungen anstünden, steht für Schöffel außer Frage. Durch die Digitalisierung könnten Verwaltungsabläufe vereinfacht und vereinheitlicht werden. „Auch die Zusammenarbeit der Dienststellen muss immer weiter verbessert werden, um sich gegenseitig bei schwierigen Einsatzlagen optimal unterstützen zu können. Eine Auflösung von Dienststellen in der Fläche gehört sicher nicht zu den möglichen Verbesserungen und diese lehne ich auch ab“, schreibt Schöffel abschließend.