Polizei hat noch keine heiße Spur Unfall an Badesee bleibt vorerst ein Rätsel

Die Feuerwehr hat, unterstützt von Rettungstauchern, am vergangenen Sonntag das Autowrack aus der Kieswäsch geborgen. Foto: /Feuerwehr

Bevor es schwer beschädigt im Badesee versunken ist, soll das Auto gestohlen worden sein, gibt die Halterin an. Doch wer zum Unfallzeitpunkt am Steuer saß, ist noch völlig unklar.

Kulmbach/Mainleus - Es bleibt zumindest vorerst ein Rätsel, und viele Fragen warten noch immer auf Antwort. Auch knapp eine Woche nach der spektakulären Bergung eines Autowracks aus der Kieswäsch im Oberauhof hat die Bayreuther Kriminalpolizei noch keine heiße Spur, die zum Fahrer des schwer beschädigten Skoda führt. Nach wie vor werde in alle Richtungen ermittelt, heißt es aus dem Bayreuther Polizeipräsidium. „Wir müssen jetzt die Auswertung der Spurenlage abwarten“, erklärte Polizeisprecherin Juli Fug am Freitag gegenüber der Frankenpost.

Ein bisschen mehr Licht ist inzwischen in den Fall gekommen, auch wenn sich die Polizei sehr bedeckt hält. Offenbar gehört der schwer beschädigte Skoda, den Rettungstaucher und die Feuerwehr am Sonntagvormittag aus der Kieswäsch gezogen hatten, einer Frau. Wie alt sie ist und wo sie lebt, das verrät die Polizei nicht. Die Fahrzeughalterin soll wohl aus dem westlichen Landkreis stammen.

In der Nacht zum Sonntag, das bestätigt die Polizeisprecherin, hat die Halterin des goldfarbenen Skoda ihr Fahrzeug bei der Polizei gestohlen gemeldet. Im Rahmen der „Tatortbereichsfahndung“, wie das in der Polizeisprache heißt, stieß am Sonntagmorgen eine Streife auf eine erste Spur. Am Ufer der Kieswäsch, nur etwa 100 Meter hinter dem Kiosk, fanden die Beamten auf dem für Kraftfahrzeuge gesperrten Uferweg ein abgerissenes Kfz-Kennzeichen. Schnell war klar: Es gehörte zu dem gesuchten Fahrzeug.

Im unmittelbaren Umfeld wies die Spurenlage klar auf einen Unfall hin. Büsche waren umgefahren, ein Baum war umgeknickt. Die Spur führte ins Wasser. Dass im Badesee das gesuchte Auto zu finden sein würde, wurde auch durch einen etwa 100 Quadratmeter großen Ölfilm deutlich, der auf dem Wasser schwamm.

Die alarmierten Wasserrettungskräfte von Wasserwacht und DLRG, darunter auch Rettungstaucher, bestätigten schließlich den Verdacht. Das Auto war im See versunken. Die Befürchtung: Es könnten Menschen mit untergegangen sein. Eine groß angelegte Suchaktion mit rund 100 Helfern über Stunden brachte dann aber Entwarnung. Offenbar ist niemand verletzt worden. Das Auto wurde schließlich geborgen. Die Kripo übernahm die Ermittlungen, nachdem ein Diebstahl im Raum steht. Was es damit auf sich hat und vor allem wer am Steuer saß, als der Unfall geschehen ist, das ist nun die Aufgabe der Ermittler.

 

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