Politische Sujets auf der Art Basel

Politik und Kunst: In Zeiten politischer Erschütterungen auf der Weltbühne sind Künstler nach Überzeugung des Art Basel-Direktors Marc Spiegler wichtiger denn je.

Der italienische Künstler Francesco Arena vor seinem Projekt "Orizzonte". Auf dem Metallbalken liegt Erde aus einem Flüchtlingslager auf der Insel Lampedusa. Der Balken ist genau in Augenhöhe des Künstlers, auf 1,57 Metern. Er schafft einen Horizont zwischen Erde und Himmel, Verheißung und Bedrohung. Foto: Christiane Oelrich/dpa Foto: red

„Künstler sehen die Welt durch eine andere Linse, sie können Themen direkter aufgreifen als viele andere,“ sagte Spiegler am Dienstag in Basel. Dort zeigt die wichtigste Kunstmesse der Welt, die Art Basel, diese Woche (15.-18.6.) mehr als 4000 Künstler.

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Die Kunstmesse zieht Museen und Privatsammler aus mehr als 100 Ländern an. Jedes Jahr kommen rund 100 000 Besucher. Wegen der gerade eröffneten Documenta in Kassel und der Skulptur Projekte Münster seien besonders viele Kunstinteressierte in Europa unterwegs. Auf dem nahen Flughafen Basel-Mühlhausen seien 90 Privatflugzeuge angemeldet worden.

Eine politische Arbeit zeigt zum Beispiel der Italiener Francesco Arena - einen Metallbalken mit Erde aus einem Flüchtlingslager auf Lampedusa auf Augenhöhe, der einen Horizont schafft. Julian Charrière und Julius von Bismarck zeigen Bilder aus Tschernobyl von einer Kamera, die Hirschen aufs Geweih montiert war. dpa