Die Bilderflut war gewaltig, die Reaktionen waren es ebenfalls: Der zum 150-jährigen Bestehen der Bayreuther Festspiele neu geschaffene „Ring des Nibelungen“ stieß mit seinen KI-generierten Bildwelten auf Neugier und Zustimmung, bei Teilen des Publikums aber auch auf heftige Ablehnung. Nach dem dritten und letzten Zyklus musste das künstlerische Team lautstarke Buhrufe hinnehmen. Kurator Marcus Lobbes lässt sich davon nicht beirren. Wir sprachen mit ihm über Missverständnisse rund um den Einsatz künstlicher Intelligenz, berechtigte und destruktive Kritik, die Grenzen des ersten großen Versuchs – und darüber, warum er ein vergleichbares Projekt jederzeit wieder wagen würde.
Polarisierendes Projekt Welche Lehren aus Bayreuths KI-„Ring“ bleiben
Gert-Dieter Meier 24.08.2026 - 10:00 Uhr