Für die Entwicklung eines vielversprechenden Wirkstoffkandidaten zur Behandlung von Krebs fließen insgesamt 3,5 Milliarden US-Dollar an Biontech. Diese Zahlungen sind nicht an Bedingungen geknüpft. Sie setzen sich zusammen aus einer Vorauszahlung von 1,5 Milliarden US-Dollar sowie Fortsetzungszahlungen bis 2028 von insgesamt zwei Milliarden US-Dollar.
Was sagt diese Unterstützung für die künftige Ausrichtung aus?
Biontech ist nicht mehr vorrangig als Impfstoffhersteller zu sehen. Die Mainzer sind ein Biopharma-Unternehmen, das seinen Schwerpunkt mittlerweile in der Entwicklung von Medikamente auf mRNA-Basis gegen Krebs und andere Krankheiten hat.
Alleine im ersten Quartal beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten auf 557 Millionen Euro. Nach vollständiger Umsetzung der Konsolidierung wird mit wiederkehrenden jährlichen Einsparungen von bis zu rund 500 Millionen Euro gerechnet. Das Geld soll für die Forschung, Entwicklung und Markteinführung von Medikamenten gegen Krebs eingesetzt werden. Bis 2030 wollen die Mainzer mehrere Zulassungsanträge für Onkologie-Kandidaten gestellt haben.
Wie verhält sich die Landesregierung?
Der künftige Ministerpräsident Gordon Schnieder betont, dass Rheinland-Pfalz trotz der schmerzhaften Einschnitte einer der bedeutendsten Biotechnologie- und Pharmastandorte in Deutschland ist. "Wir werden weiter dafür arbeiten, dass die Clusterbildung in Rheinland-Pfalz bleibt und keine Anstrengung auslassen, unsere Unternehmen im weltweiten Wettbewerb zu unterstützen", versicherte der CDU-Politiker. "Was wir tun können, um Wertschöpfung und Arbeitsplätze in Rheinland-Pfalz zu halten und auszubauen, werden wir tun."