Pfarrkirche St. Vitus Innenraum wird saniert

Die Pfarrkirche St. Vitus in Büchenbach wird saniert. "Die Finanzierung steht", sagt Kirchenpfleger Rainer Lindner. Foto: Frauke Engelbrecht

BÜCHENBACH. „Die Innenrestaurierung wird nächstes Jahr sein“, ist Kirchenpfleger Rainer Lindner sich sicher. Die Pfarrkirche St. Vitus in Büchenbach soll saniert werden, Ende des Jahres gehen die Ausschreibungen raus.

Im August vergangenen Jahres hat Peter Turek von der gleichnamigen Restaurierungswerkstatt in Forchheim die Kirche in Augenschein genommen und aufgelistet, was im Innenraum des Langhauses alles gemacht werden muss.

Vor fünf Jahren war bereits das Dach gemacht worden, vor zehn Jahren waren die Friedhofsmauer sowie die Sandsteinmauern des Kirchturmes dran. Außerdem wurde 2018 ein behindertengerechtes WC im Leichenhaus eingebaut und der Weg zum Leichenhaus mit Granitpflaster belegt sowie der Holzzaun am Pfarrheim erneuert.

Altäre werden restauriert

„Die Deckenrisse müssen verfestigt, die Bilder, der Hochaltar und die beiden Seitenaltäre restauriert und die Fenster überarbeitet werden“, sagt Lindner. Vor 30 Jahren wurde die Kirche im Innenraum zum letzten Mal renoviert. „Das muss jetzt neu gemacht werden“, so der Kirchenpfleger und deutet auf die Wände, an denen der Übergang zwischen alten und neuen Putz deutlich zu sehen ist. Außerdem soll die Elektronik überarbeitet und die Beleuchtung erneuert und auf LED umgerüstet werden. „Es wird danach auch heller im Innenraum werden“, sagt Lindner. Die bisherigen Pendelleuchten geben nur nach unten Licht ab, die neuen Lampen werden auch die Decke anstrahlen. Nichts gemacht werden muss an der Kniebankheizung, die durch Erdwärme und Pelletheizung betrieben wird.

Einige Zuschüsse

Auf einige hunderttausend Euro wird die Sanierung laut des Leistungsverzeichnisses kommen. Den größten Zuschuss gibt das Erzbistum Bamberg mit 63 Prozent. Die verbleibenden 37 Prozent muss die Kirchengemeinde selbst aufbringen. „Wir hoffen aber auf Zuschüsse von der Oberfrankenstiftung, dem Landesamt für Denkmalpflege, der Bayerischen Landesstiftung, vom Landkreis und der Stadt Pegnitz“, so der Kirchenpfleger. Wenn die Angebote nach der Ausschreibung eingegangen sind, soll der Finanzierungsplan erstellt und um die entsprechenden Förderungen ersuchen werden. Und was dann noch offen ist, soll aus den eigenen Rücklagen und Spenden aus der Pfarrei finanziert werden, sagt Lindner. Man habe in der Vergangenheit gut gewirtschaftet und einige Rücklagen bilden können. Und man rechnet natürlich mit den Spenden der Gläubigen.

Auftragsbücher sind gut gefüllt

Die Sanierung soll Mitte nächsten Jahres beginnen, hofft Lindner. „Schön wäre es, wenn wir die Maßnahme in einem halben Jahr durchziehen könnten und Weihnachten 2020 wieder in die Kirche könnten“, sagt er. Aber vermutlich werde es zwei Bauabschnitte bis 2021 geben. „Wir machen so schnell wie möglich die Ausschreibungen, aber erfahrungsgemäß sind die Auftragsbücher der Firmen gut gefüllt.“ Ob der Gottesdienst ins Pfarrheim verlegt werden muss während der Sanierungsarbeiten, komme darauf an, wie die Gerüste gestellt werden müssen.

Halterung ausgebrochen

Was noch gemacht wird, ist das Turmkreuz. Dies wurde heruntergenommen, weil der Kaiserstiel – die Halterung, in der das Kreuz befestigt ist – ausgebrochen ist. Jetzt kommt eine neue Befestigung dran und das Kreuz selber wird sandgestrahlt, verzinkt und die Kugel vergoldet. Lindner ist zuversichtlich, dass alles gut klappen wird. Seit 30 Jahren ist der 66-Jährige bereits Kirchenpfleger in Büchenbach.

 

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