Suchtkranke Menschen leben in einer schwierigen Situation. Sie haben sich zu Selbsthilfegruppen zusammengeschlossen, doch diese Gruppen sind mit den Einzelschicksalen längst überfordert, wie Fachleute berichten. Stationäre Hilfe ist so leicht nicht erhältlich. Ein Jahr beträgt die Wartezeit für einen Klinikplatz. „Zwischen der Selbsthilfe und der stationären Hilfe tut sich ein breiter Graben auf“, sagt Susanne Freund vom Bezirkskrankenhaus. Sie ist dort unter anderem Selbsthilfebeauftragte und hat ein offenes Ohr für sämtliche Belange der Angehörigen, ihrer Bezugspersonen und Partner. Susanne Freund betreut die mehr als zehn Sucht-Selbsthilfegruppen in Bayreuth, Pegnitz und Kulmbach. Ihnen gehören mehr 100 Menschen an, die hinter der Petition stehen.