Markus Stodden, Chef der Kulmbacher Brauerei, stand am Dienstagmorgen fassungslos im Hof des Betriebsgebäudes seines Unternehmens in der Gummistraße und betrachtete die Schäden, die ein Unfall verursacht hatte, den so wohl vorher niemand für möglich gehalten hatte. Im Hof der Brauerei, hinter dem Kupferkessel, hatte sich ein Auto überschlagen, einen Dienstwagen der Brauerei gerammt und war dann gegen das gläserne Eingangsportal geprallt, das dadurch vollkommen zerstört wurde. Drei Fahrzeuge wurden zum Teil schwer beschädigt, drei Menschen glücklicherweise nur leicht verletzt und mussten ins Klinikum Kulmbach gebracht werden. Allein das Portal zu ersetzen wird nach Schätzungen von Markus Stodden wohl um die 20.000 Euro kosten. Insgesamt schätzt die Polizei den Schaden auf mindestens 40 000 Euro.

Nach Angaben der Polizei kam gegen 7.45 Uhr eine 78-jährige Kulmbacherin mit ihrem weißen Kleinwagen von der EKU-Straße und wollte nach links in die Gummistraße einbiegen. Dabei kamen ihr zwei Autos auf den beiden gegenüberliegenden Fahrspuren entgegen. Einer der beiden Autofahrer bremste auf der mittleren Spur ab und wollte die Seniorin abbiegen lassen. Die Frau am Steuer des zweiten entgegenkommenden Fahrzeugs hat, wie der Sachbearbeiter der Polizei erklärt, diese Situation nicht wahrgenommen und ist auf der Vorfahrtsstraße weitergefahren.

Dabei kam es zu einem heftigen Zusammenstoß dieser beiden Autos, der eine Kettenreaktion auslöste. Im Bereich der Einfahrt zum Brauereigebäude überschlug sich das Auto der 78-Jährigen und schlidderte durch den gesamten Hof.

Im Eingangsgereich wollten gerade zwei Mitarbeiter der Brauerei in ihr dort geparktes Auto einsteigen, als der weiße Kleinwagen auf der Seite liegend gegen dieses Fahrzeug prallte und schließlich auch in das Glasportal, wo es dann zum Stehen kam. Wie Brauereichef Stodden berichtet, wurde eine Mitarbeiterin am Bein verletzt. Der andere erlitt, wie auch die anderen Unfallbeteiligten, einen Schock. Die Seniorin war in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Kulmbacher Feuerwehr aus ihrer misslichen Lage befreit werden. Die Einsatzkräfte stellten schließlich auch das Auto wieder auf die Räder. Mehrere Rettungsfahrzeuge waren wegen des Unfalls im Einsatz.

Noch während Abschleppdienste die demolierten Autos abtransportierten, mussten sich Markus Stodden und seine Mitarbeiter Gedanken machen, wie sie den zerstörten Eingangsbereich des ehemaligen EKU-Gebäudes notdürftig sichern können. Durch den Aufprall waren nicht nur die Glasscheiben gesplittert, sondern auch die Rahmen des Portals aus ihrer Verankerung gerissen worden.